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Illustration einer Gruppe von vier Personen, die um einen übergroßen Laptop-Monitor herum platziert sind. Auf dem Bildschirm ist ein weißer Roboter mit Headset und einer Glühbirne über dem Kopf abgebildet. Eine Person steht auf einer Leiter, eine sitzt vor einem Laptop an einem Tisch, eine weitere sitzt auf dem Gehäuse des großen Monitors und eine vierte Person sitzt davor auf dem Boden. Sprechblasen und grafische Symbole wie Zahnräder und Diagramme umgeben die Szene.
Foto: VBG/Adobe Stock/girafchik

Mehr Zeit für das Wesentliche: So nutzt die VBG Künstliche Intelligenz

Moderne Verwaltung gestaltet die Zukunft aktiv. Wie das bei der VBG in der Praxis aussieht, verrät Philipp Schade aus dem Sachgebiet Digitalisierung.

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Ein Mann lächelt in die Kamera. Er trägt ein weiß, blaues Hemd. Er hat schwarze Haare  und einen leichten Bart.

Philipp Schade ist Referent Digitalisierung bei der VBG. Als Mitglied des KI-Kompetenzzentrums beschäftigt er sich intensiv mit der Koordination des Themas Künstliche Intelligenz. (Foto: Dr. Ingo Großer)

Spätestens seit dem Durchbruch des Chatbots ChatGPT gewinnt Künstliche Intelligenz überall und immer mehr an Bedeutung. Die Frage, welche Prozesse sich damit verbessern lassen, wird heiß diskutiert – in der freien Wirtschaft wie in der öffentlichen Verwaltung. Auch bei der VBG. „Im Rahmen unserer KI-Strategie arbeiten wir daran, unsere Beschäftigten durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz zu entlasten, damit sie mehr Zeit für das Wesentliche haben. Auch unseren Mitgliedsunternehmen und Versicherten wollen wir durch KI-gestützte Anwendungen einen besseren Service und schnellere Bearbeitungszeiten bieten”, sagt Philipp Schade, Referent Digitalisierung und Teil des KI-Kompetenzzentrums bei der VBG. „Dabei handeln wir stets nach dem Grundsatz: Künstliche Intelligenz kann menschliche Fähigkeiten ergänzen – aber keinesfalls ersetzen.“

Der Mensch steht im Mittelpunkt

Weil jede Technologie nur so gut wie ihre Anwendung ist, setzt die VBG auf Befähigung und Kompetenzerweiterung. Auf Basis der Anforderungen der KI-Verordnung finden für die verschiedenen Fachgebiete zielgruppenorientierte Angebote und toolspezifische Schulungen statt. „Um Berührungsängste abzubauen, Kompetenzen zu stärken und einen sicheren Umgang mit den neuen Tools im Arbeitsalltag zu etablieren“, so Philipp Schade. 

Zur Wahrung von Rechtssicherheit und ethischen Standards werden potenzielle KI-Vorhaben innerhalb der VBG durch das KI-Kompetenzzentrum interdisziplinär geprüft und bewertet. Dabei sind die Stabstellen Recht undDatenschutz, die Personalvertretung, Informationssicherheit und weitere relevante Stellen frühzeitig involviert. „Bei all unseren Anwendungen gilt das Prinzip ‚Human-in-the-loop': Die Künstliche Intelligenz liefert Vorschläge und Entscheidungsvorlagen, aber die Verantwortung für die finale Entscheidung liegt immer beim Menschen.“ 

Zukunft zum Greifen nah

Die KI-Strategie der VBG liefert bis Ende 2026 das technische, organisatorische und Governance-bezogene Fundament für alle KI-Projekte der VBG.

Im Anschluss wird die Strategie weiterentwickelt. „Bis dahin werden wir analysieren, an welchen weiteren Stellen wir durch den KI-Einsatz Fachprozesse optimieren und gezielt Potenziale heben können.“ Unser großes Ziel ist eine VBG-Arbeitswelt, in der Künstliche Intelligenz als selbstverständliches, unterstützendes Werkzeug genutzt wird, das administrative Aufgaben im Hintergrund reduziert. Und den Beschäftigten dadurch den Freiraum gibt, die persönliche Beratungsqualität für Mitgliedsunternehmen und Versicherte weiter zu steigern.

Diese KI-Anwendungen der VBG sind bereits produktiv: 

GEDOKU

Die Software GEDOKU zur Planung, Durchführung und Dokumentation der Gefährdungsbeurteilung kann dank KI-gestützter Werkzeuge Texte für die Beschreibung von Gefährdungen und Maßnahmen generieren. Die primäre Datenbasis des LLMs (Large Language Model) besteht aus den GeDoKu-Katalogen, weiten Teilen des staatlichen Arbeitsschutzrechts und des DGUV-Regelwerks. Außerdem gibt es eine KI-gestützte Suche, bei der nicht nur nach dem exakten Schlagwort recherchiert wird, sondern auch art- und sinnverwandte Suchergebnisse geliefert werden.

ChatBot

Der KI-basierte Chat-Bot auf der Website der VBG liefert Besuchenden schnellere Antworten auf häufige Fragen zu Themen oder zu erledigenden Anliegen – kompakt und leicht verständlich zusammengefasst. Sein Wissen speist sich aus den Inhalten und Dokumenten der Website.

VBG-KlarText

VBG-KlarText ist eine Erweiterung für Microsoft Word, die ausgehende Schreiben auf Verständlichkeit prüfen kann – vergleichbar mit der Rechtschreibprüfung. Die Beschäftigten können die KI-Anwendung bei der Erstellung von ausgehenden Schreiben nutzen, um verständlichere Formulierungsvorschläge zu generieren. Das Ergebnis: Die Schreiben sind für VBG-Mitgliedsunternehmen und Versicherte leichter verständlich und die Kommunikation ist dadurch noch effizienter.

 

Im Video gibt Philipp Schade nähere Einblicke in die KI-Anwendungen:

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