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Es ist eine Illustration von einem Computer zu sehen. In der Mitte des Bildschirms ist ein Roboter abgebildet, um den Bildschirm herum sind vier Menschen zu sehen, die damit arbeiten. Der Hintergrund ist blau.
Foto: Adobe Stock/girafchik

InklusionCerto testet künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz (KI) nutzen, um Inklusion zu fördern – das war das Ziel des Certo-Pilotprojekts „Leichte Sprache durch KI“. Hier gibt es einen Einblick.

Text eingeben, zehn Sekunden warten und fertig ist der Leichte-Sprache-Artikel! So einfach soll das KI-betriebene Übersetzungstool SUMM AI für Leichte Sprache funktionieren. Certo hat es getestet. Denn: Alle Certo-Artikel erscheinen immer auch in Leichter Sprache. Damit alle Menschen Zugang zum Angebot und den Inhalten der VBG haben.

In den letzten Wochen hat das Certo-Team im Rahmen eines Pilotprojekts mit SUMM AI, fischerAppelt und der Lebenshilfe Bremen Texte mit der KI übersetzt. „Es ging uns darum, den Prozess der Übersetzung zu beschleunigen, um die Inhalte in Leichter Sprache und in Standardsprache möglichst gleichzeitig zu veröffentlichen. Mit der Unterstützung von KI wollten wir diesem Ziel näherkommen“, sagt Friederike Dittmer aus der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit der VBG, die die Idee für das Pilotprojekt hatte.

Ob das Ziel erreicht wurde? Jein. Zunächst konnten alle Artikel innerhalb weniger Tage auch in Leichter Sprache im Certo-Portal veröffentlicht werden – mit einem Störer versehen, dass diese Texte nur durch eine KI übersetzt wurden. Im nächsten Schritt haben Menschen mit Lernschwierigkeiten der Lebenshilfe Bremen – die sogenannten Prüfgruppe – alle Texte geprüft und aktualisiert. Doch das Fazit zum Pilotprojekt fällt durchwachsen aus:  Die Erstversionen der Übersetzungen zeigten noch einige Schwächen auf, vor allem bei längeren Texten wie Interviews und Reportagen. Der Aufwand war nicht wesentlich geringer als im ursprünglichen Prozess.

Wie geht es weiter? Das Certo-Team plant, wie KI den Redaktionsprozess dauerhaft optimieren kann – und zwar mit dem Ziel, verständlich, menschenzentriert und inklusionsfördernd zu kommunizieren. „Inklusion und Teilhabe bleiben unsere Aufgaben. Ebenso ist es unser Anspruch, dass wir KI nutzen, um unsere Arbeit effizient zu erledigen,“ resümiert Daniela Dalhoff, Leiterin der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit. „Was ich auf jeden Fall versprechen kann: Wann immer wir KI einsetzen, werden wir das den Leserinnen und Lesern mit einem Hinweis deutlich machen.“

Mehr zum Thema Leichte Sprache:
 

Alle Certo-Artikel gibt es in Leichter Sprache auf www.certo-portal.de/leichte-sprache.

Hier finden Sie einen Beitrag zum Thema Inklusion und Sprache.

Außerdem gibt es hier einen Einblick in die Arbeit der Lebenshilfe Bremen, die die Certo-Texte übersetzt.

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