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Wichtige Begriffe der VBG erklärt
Foto: VBG/Pia Bublies

GlossarArbeitssicherheit: Die wichtigsten Begriffe

Abkürzungen erleichtern den Arbeitsalltag – vorausgesetzt, man kennt ihre Bedeutung. Unser Glossar schlüsselt die wichtigsten aus dem VBG-Universum für Sie auf: von AMS bis ZeBRA.

AMS – Arbeits­schutz mit System

Arbeitsschutzgesetz, Verordnungen und Vorschriften: Im Wirrwarr der Gesetzes­lage verliert man schnell den Über­blick. Damit die Organisation des Arbeits­schutzes trotz­dem gelingt, gibt es das Arbeits­schutz­management­system AMS. In sieben Prozess­schritten können Arbeits­schutz­maßnahmen damit systematisch ein­geführt und gepflegt werden. Beginnend mit einer Bestands­auf­nahme, wird die Notwendigkeit für Maßnahmen zunächst fest­gestellt, dann ein­geführt und schließlich dokumentiert. Die weiteren Schritte sorgen dafür, dass bereits vorhandene Maßnahmen regel­mäßig über­prüft und verbessert werden, um einen best­möglichen Arbeits­schutz zu gewähr­leisten. AMS ist in allen Branchen anwendbar, kann aber je nach Notwendigkeit auch angepasst werden. Informationen dazu und generell zum Thema gibt es hier.

BEM – Betriebliches Ein­gliederungs­management

Ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Arbeit­gebenden und -nehmenden ist für beide Seiten ein Gewinn. Einige Situationen können dieses Vertrauen belasten, zum Beispiel der Umgang mit längerer Krankheit. Um Arbeits­verhältnisse trotz solcher Krankheits­phasen lang­fristig zu sichern, gilt es, konkrete Maßnahmen für den Umgang mit ihnen zu entwickeln. Diesem Ziel hat sich das BEM verschrieben, das nach Aus­fall­zeiten von über sechs Wochen innerhalb eines Jahres von Arbeit­geberinnen und Arbeit­gebern zumindest angeboten werden muss – wie seit 2004 gesetzlich vor­geschrieben. So kann geklärt werden, ob beispiels­weise Veränderungen am Arbeits­platz die weitere Genesung unter­stützen können, oder ob Betroffene nach und nach an ihn zurück­kehren können. Weitere Informationen gibt es hier.

FRW – Freiwillige Unter­nehmer­versicherung

Während Angestellte eines Unternehmens in der Regel über das Unternehmen pflicht­versichert sind, müssen Selbst­ständige selber daran denken, sich gegen Arbeits­unfälle oder -unfähigkeit zu versichern. Private Unfall­versicherungen können Unfälle bei der Arbeit aus­schließen. Dafür gibt es die Frei­willige Unter­nehmer­versicherung der VBG, die von Selbst­ständigen, Unter­nehmerinnen und Unter­nehmern, unter­nehmer­ähnlichen Personen in Leitungs­funktion sowie mitarbeitenden, nicht pflichtversicherten Ehe- und Lebens­partnern und -partnerinnen in Anspruch genommen werden kann. Dabei kann die Versicherung je nach Risiko und finanziellen Möglichkeiten individuell angepasst werden. Bezüglich der Heil­behandlung verzichtet die FRW auf eine Deckungs­summen­begrenzung. Alle Informationen zur FRW finden Sie hier.

GEDOKU

Das richtige Verhalten im Notfall ist wichtig, keine Frage. Im aller­besten Fall tritt dieser aber gar nicht erst ein, weil Präventiv­maßnahmen ihn verhindern. Um solche Maßnahmen zu entwickeln, gibt es die Gefährdungs­beurteilung. Dabei werden in regel­mäßigen Abständen die Gefährdungen und Belastungen, die für Beschäftigte entstehen können, systematisch ermittelt und in ihrem Risiko beurteilt. Auf diese Weise lässt sich die Wahr­scheinlich­keit für das Eintreten eines Notfalls deutlich verringern. Damit man in diesem Prozess nicht den Über­blick verliert, gibt es die Software GEDOKU, mit der sich die Gefährdungs­beurteilung einfach planen und dokumentieren lässt. Weitere Informationen gibt es hier.

GMS – Gesundheit mit System

Ein gutes Gesundheitsmanagement kann das Wohl­befinden der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter deutlich steigern. Letztlich führt das zu einer Verbesserung von Leistungs­bereitschaft und Produktivität. Lang­fristig also eine lohnende Investition – doch wie und wo fängt man an? GMS ist das Beratungs­angebot der VBG zu genau diesem Thema. Es soll helfen, das Gesund­heits­management erfolg­reich und effektiv in den Arbeits­alltag zu implementieren. Einen Leit­faden und aus­führlichere Informationen gibt es hier.

KPZ – Kompetenz­zentrum

Auch in Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitenden gibt es Beratungs- und Unterstützungsbedarf zu grundlegenden und unternehmensspezifischen Arbeitssicherheitsfragen. Die dafür zuständigen Betriebsärztinnen und -ärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit fehlen jedoch häufig. Einmal im KPZ-Portal registriert können Unternehmen sich telefonisch oder per E-Mail von Betriebsärztinnen und -ärzten und Fachkräften für Arbeitssicherheit kostenfrei beraten lassen. Mehr Infos gibt es in diesem Flyer der VBG oder hier.

SiB – Sicherheits­beauftragte

Ähnlich wie die Sifa sind auch Sicherheits­beauftragte für die Arbeits­sicherheit zuständig, machen auf Gefahren­potenziale aufmerksam oder beraten zu ergonomischem Arbeiten. Aller­dings übernehmen sie diese Tätigkeit zusätzlich zu ihrer eigentlichen Aufgabe. Sie sind damit nur ehren­amtlich mit der Arbeits­sicherheit betraut und rechtlich auch nicht für Mängel belang­bar, dürfen dieser Aufgabe aber während ihrer normalen Arbeits­zeit nach­gehen. Ab 20 Beschäftigten müssen Unternehmen Sicher­heits­beauftragte bestellen. Unabhängig von der Vorbildung oder der Tätigkeit im Betrieb kann jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter diese Zusatz­aus­bildung absolvieren. Sie erfolgt in zwei Seminaren von je zwei­ein­halb Tagen Dauer. Informationen zur Ausbildung und zu den Aufgaben von SiB gibt es hier.

Sifa – Sicherheits­fach­kraft

In jedem Unternehmen gibt es Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich gezielt um die Arbeits­sicherheit kümmern. So auch die Sifa, deren Tätigkeit darin besteht, die Arbeits­bedingungen eines Betriebes zu beurteilen und zu verbessern. Die Sicherheits­fach­kraft führt diese Aufgabe nicht ehren-, sondern haupt­amtlich aus und ist der Unternehmens­leitung direkt unter­stellt. Unter­stützt wird die Sifa von Sicher­heits­beauftragten (SiB) und Brand­schutz­helferinnen und -helfern, die in der Regel einen gemeinsamen Ausschuss für Arbeits­sicherheit bilden. Auf diese Weise kann ein nachhaltig richtiger Umgang mit Gefahren­potenzialen an der Arbeits­stelle gewähr­leistet werden. Voraus­setzung für die Ausbildung zur Sifa ist eine technische Vorbildung in Form eines Studiums der Ingenieur­wissenschaft, einer staatlichen Techniker­prüfung oder einer erfolg­reich abgelegten Meister­prüfung. Mehr zum Thema finden Sie hier.

VBG_NEXT – Gemeinsam Prävention entwickeln

Arbeitssicherheit muss nicht immer durch Weisung der Unter­nehmens­leitung oder Hinweise von Sicher­heits­fach­kräften oder -beauftragten kommen. Auch Beschäftigte können mit guten Ideen zur Verbesserung der Arbeits­situation beitragen. Um sich von den Ideen anderer inspirieren zu lassen und im Austausch zu bleiben, gibt es VBG_NEXT, das Best-Practice-Konzept der VBG zur gemeinsamen (Weiter-)Entwicklung von Prävention. In verschiedenen Kategorien können gute Ideen und damit verbundene Maßnahmen aus dem eigenen Betrieb ein­gereicht und im Erfolgs­fall prämiert werden, beispiels­weise mit dem VBG-Präventions­preis oder dem Teil­habe­preis. Je nach Kategorie winken damit bis zu 15.000 Euro Gewinn. Genauere Infor­mationen zu den verschiedenen Kategorien und zur Einreichung gibt es hier.

ZeBRA – Zeit­arbeits-Frage­bogen zu psychischer Belastung und Ressourcen im Arbeit­nehmer­über­lassungs­prozess

Häufig wechselnde Kolleginnen und Kollegen sowie Ein­satz­orte, ungewohnte Tätigkeiten und finanzielle Unsicher­heiten: Zusätzlich zu Belastungen am Arbeits­platz sind Zeit­arbeits­kräfte auch noch denjenigen Belastungen ausgesetzt, die sich durch fehlende Kontinuität im Arbeits­leben ergeben. Dabei ist es kein Geheimnis, dass sich solche psychischen Belastungen genau wie auch körperliche Über­beanspruchung lang­fristig negativ auf die Gesundheit auswirken. Um diesen Faktor im Rahmen einer Gefährdungs­beurteilung berück­sichtigen zu können, hat die VBG ZeBRA entwickelt, einen Frage­bogen, der die Erfassung dieser Belastungen mittels einer Umfrage ermöglicht. Neben Hand­reichungen zur richtigen Durch­führung, Auswertung und sich daraus ergebenden Handlungs­maß­nahmen steht der Frage­bogen hier zum Download bereit.

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