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Foto: Unsplash/marvelous

GlossarArbeitswelt 4.0: Begriffe, die Sie kennen sollten

Wer heute zeitgemäß arbeitet, muss nicht nur Agilität und Work-Life-Balance in Einklang bringen. Wir stellen wichtige Begriffe rund um das Thema New Work vor.

Agilität

Ziel des Organisations- und Unternehmensführungskonzepts Agilität ist es, aktiv auf kurzfristige Veränderungen und Entwicklungen am Markt reagieren zu können. Wer agil arbeitet, ist flexibel und anpassungsfähig in seinen Strukturen und Prozessen. Agile Organisationen sind unter anderem gekennzeichnet durch selbst organisierte, interdisziplinäre Teams, eine gemeinsame Vision, Feedback und Transparenz.

TIPP: Agiles Arbeiten ist ein Schwerpunktthema im Rahmen der Initiative Mitdenken 4.0. Weitere Informationen und aktuelle Handlungshilfen finden Sie hier.

Big Data

Big Data, auch „Massendaten“ genannt, bezeichnet riesige Datenmengen, die aufgrund ihres Umfangs, ihrer Unterschiedlichkeit oder Schnelllebigkeit nicht händisch oder durch herkömmliche Datenmanagement-Tools verarbeitet werden können. Die laufend entstehenden Daten stammen unter anderem aus dem Energiesektor, dem Gesundheitswesen, durch die Kommunikation in sozialen Medien, durch Navigationsgeräte oder Überwachungskameras. Die zur Verfügung stehende Datenmenge wächst exponentiell und ist eine der Grundlagen für Künstliche Intelligenz.

Blockchain

Die Blockchain ist in erster Linie eine öffentliche digitale Datenbank, die häufig für die Verwaltung und Transaktion von Kryptowährungen, also digitaler Zahlungsmittel, genutzt wird. Die Transaktionsdaten werden dabei in einer chronologischen Reihenfolge gespeichert. Dadurch entsteht eine Kette (Englisch: „chain“) an Informationsclustern.. Die Blockchain zeichnet sich durch eine hohe Sicherheit gegen Manipulation aus, da die einzelnen Informationen in dieser Kette auf vielen tausend Rechner gespeichert sind und somit nicht in dieser Gesamtheit zu ändern sind.

Cloud Computing

Cloud-Computing ist eine IT-Infrastruktur, bei der die Daten nicht auf einem einzelnen Server, sondern zumeist online auf mehreren virtuellen Servern (Serverlandschaften) gespeichert sind. Das ermöglicht das ortsunabhängige Abrufen von Daten. Es wird lediglich ein Internetzugang benötigt.

Die Initiative Mitdenken 4.0 unterstützt Unternehmen bei allen Herausforderungen rund um die Arbeitswelt 4.0.

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Design Thinking

Als Methode zur kreativen Problemlösung orientiert sich Design Thinking – angelehnt an die Arbeit von Designerinnen und Designern sowie Architektinnen und Architekten – vor allem an den Bedürfnissen zukünftiger Kundinnen und Kunden. Charakteristisch ist dabei die fokussierte Anwenderorientierung. Der Problemlösungsansatz ist teambasiert und interdisziplinär.

Disruption

Abgeleitet von dem englischsprachigen Begriff „to disrupt“ (Deutsch: „unterbrechen, stören“), beschreibt Disruption die Ablösung eines analogen Produkts oder Geschäftsfelds durch zumeist digitale Dienstleistungen. Ein Beispiel für disruptive Geschäftsmodelle sind Musik-Streaming-Dienste.

Diversity

Diversity bedeutet übersetzt schlicht Vielfalt. Im arbeitsthematischen Kontext beschreibt der Begriff den bewussten Umgang mit Vielfalt in einer Organisation. Alle Menschen sollen unabhängig von ihrer Herkunft, ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Religionszugehörigkeit oder Weltanschauung, ihrem Lebensalter, ihrer physischen oder psychischen Fähigkeiten oder anderer Merkmale respektiert und gewertschätzt werden. Trotz aller Unterschiedlichkeiten geht es im Kern darum, Gemeinsamkeiten zu entdecken.

Homeoffice

Unter dem Begriff Homeoffice versteht man eine flexible Arbeitsform, bei der die Beschäftigten komplett oder teilweise ihre Arbeit aus dem privaten Umfeld heraus ausführen. In der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel wird das Homeoffice als eine Form des mobilen Arbeitens definiert. Beim mobilen Arbeiten üben die Beschäftigten ihre Tätigkeit an einem beliebigen anderen Ort aus: bei der Kundin oder dem Kunden, im Zug oder zu Hause. Im Unterschied dazu ist ein Tele­arbeits­platz ein fest installierter Arbeitsplatz im Zuhause des oder der Beschäftigten, an dem auch eine Gefährdungs­beurteilung stattfand. Für den Telearbeitsplatz gilt die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV).

Internet der Dinge

Der Begriff Internet der Dinge beschreibt die Vernetzung  verschiedener digitaler Gegenstände mit einer IP-Adresse  – sowohl untereinander als auch mit dem Internet. Das Internet der Dinge kommt beispielsweise bei Assistenzsystemen in Autos, bei intelligenten Stromzählern, bei Kühlschränken im Smart-Home-Bereich oder bei Überwachungsanlagen zum Einsatz.

Kollaborationstools

Die Optimierung der Zusammenarbeit innerhalb von Teams und zwischen Kolleginnen und Kollegen ist das übergeordnete Ziel der Kollaborationstools. Mit Hilfe der „Werkzeuge“ soll die Kommunikation vereinfacht sowie verbessert und Prozesse beschleunigt werden. Kollaborationstools sind inzwischen häufig digital und ermöglichen etwa das gleichzeitige Arbeiten an einem Dokument. Aber auch ein Tool, welches das Chatten oder Teilen von Dokumenten in einem Team ermöglicht, wird als Kollaborationstool bezeichnet.

Kollaboratives Arbeiten

Mit den Möglichkeiten, die digitale Kollaborationstools bieten, gehen auch Veränderungen und Neuerungen in der Zusammenarbeit einher. Nicht eine Person macht die Arbeit, sondern mehrere Personen erstellen gemeinsam etwas. Dabei entscheiden sie selbst, wann, wie und in welchem Umfang sie sich in den Arbeitsprozess einbringen. Für die gesamte Gruppe bedeutet die gemeinsame Arbeit, Rollen klar untereinander aufzuteilen und Absprachen, Regeln, Fristen, Zuständigkeiten und Aufgabenbereiche zu klären. Das hat auch Auswirkungen auf die Hierarchien. Inhalte und Ziele werden mit allen Beteiligten ausgehandelt. Jeder übernimmt Verantwortung.

Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz (KI) ist ein Teilgebiet der Informatik, das sich mit der Erforschung von Mechanismen menschlicher Intelligenz befasst und darauf basierend Anwendungen entwickelt, die menschliche Intelligenzleistungen wie etwa Entscheidungen oder Problemlösungen erbringen. In der Regel geht es um Mustererkennung z. B. im Verhalten, in Bildern oder auch Prozessen. Angewandt wird KI beispielsweise bei Chatbots im Dienstleistungsbereich oder bei der Smartphone-Gesichtserkennung.

Lean Management

Das übergeordnete Ziel des Lean Managements ist es, alle Prozesse und Aktivitäten innerhalb des Unternehmens so abzustimmen, das jegliche Art der Verschwendung möglichst vermieden wird. Eine zentrale Rolle spielt etwa die Kostensenkung und Kundenorientierung. Damit verfolgt das Lean Management den Ansatz einer stetigen Prozessoptimierung, also der Standardisierung der Prozesse. Agilität setzt sich dagegen die Flexibilität als Ziel und konzentriert sich stärker auf das Produkt als auf den Prozess.

SaaS

Mit SaaS (Software-as-a-Service) können Benutzer sich über das Internet mit cloudbasierten Apps verbinden und diese nutzen. Die Nutzung erfolgt dabei in der Regel auf Abonnementbasis. Beispiele sind Softwareanwendungen wie E-Mail, Instant Messaging und Customer Relationship Management (CRM). Die dahinter liegende IT-Infrastruktur befindet  sich dabei im Datencenter des Dienstanbieters. Unternehmen zahlen ein Nutzungsentgelt und ersparen sich Teile der Anschaffungs- und Betriebskosten.

Sharing Economy

Das Teilen und die gemeinsame Nutzung von Dienstleistungen oder Produkten ist der Grundgedanke der Sharing Economy. Der Begriff bezieht sich auf Unternehmen, Plattformen und Geschäftsmodelle, die teils ungenutzte Ressourcen zur Verfügung stellen, wie etwa Carsharing. Er umfasst auch das Teilen, Tauschen oder Leihen im privaten Bereich, wie zum Beispiel über Nachbarschaftsplattformen.

Start-up

Ein Start-up ist ein Unternehmen, das mit einer innovativen Geschäftsidee und (idealerweise) einem großen Wachstumspotenzial gegründet wird. Darüber hinaus sind diese jungen Unternehmen oft durch eine besondere Arbeitskultur gekennzeichnet. Gewohnte Abläufe werden infrage gestellt und neue Ansätze ausprobiert. Innerhalb dieser so genannten Start-up-Kultur herrscht oft große Offenheit und Lernbereitschaft.

Transformation

Unter betriebswirtschaftlicher Transformation wird grundsätzlich der Prozess der Veränderung, vom aktuellen Zustand hin zu einem anderen in der nahen Zukunft. Eine Transformation repräsentiert einen fundamentalen und dauerhaften Wandel. Stetige Transformationsprozesse sind für Unternehmen aufgrund von Entwicklungen wie Digitalisierung und Globalisierung zum Dauerzustand geworden. Sie sollen Unternehmen ermöglichen, sich immer wieder an den sich verändernden Markt anpassen zu können.

Virtual Reality/Augmented Reality

Die Virtual Reality, also die virtuelle Realität, ist eine künstliche computergestützte Wirklichkeit. Mit sogenannten VR-Brillen oder einer VR-Cave können virtuelle Welten vor dem eigenen Auge dargestellt werden, wobei die tatsächliche Realität nicht mehr zu sehen ist. So können verschiedene Situationen oder Arbeitsumgebungen simuliert und erprobt werden.

Die Augmented Reality ist eine erweiterte, angereicherte computergestützte Realität. Das kann etwa über die Kamera des Smartphones funktionieren, indem neben den tatsächlichen Elementen auch virtuelle Elemente zu sehen sind. Die Realität wird also in Echtzeit mit Informationen angereichert.

VUCA

Das Akronym VUCA (Volatility, Uncertainty, Complexity, Ambiguity) beschreibt die Veränderungen, die sich unter anderem durch die Digitalisierung im Bereich Unternehmensführung ergeben. Wir leben in einer volatilen, unsicheren, komplexen und mehrdeutigen Welt, die Lösungsansätze wie Agilität erfordert.

Web-Seminar

Bei einem Web-Seminar findet ein Seminar, also eine Lehrveranstaltung, in der Regel online statt. Die Teilnehmer können dem Dozenten live über das Internet folgen und auch Fragen stellen. Zumeist werden für Web-Seminare Kollaborationstools genutzt, die Videogespräche anbieten und somit virtuelle Konferenzen ermöglichen.

Work-Life-Balance / Life-Domain-Balance

Die Work-Life-Balance beschreibt das Gleichgewicht zwischen dem Arbeits- und dem Privatleben. Der Begriff stammt aus dem Englischen: Arbeit (Englisch: „work“), Leben (Englisch: „life“), Gleichgewicht (Englisch: „balance“). Eine gute Work-Life-Balance führt häufig zu mehr Zufriedenheit, Motivation und Produktivität. Der Begriff Work-Life-Balance wird auch kritisch diskutiert, da er Leben und Arbeit zu Gegensätzen erklärt. Alternative Begriffe wie Life-Domain-Balance („Balance der Lebensbereiche“) grenzen sich von dieser Gegenüberstellung ab und fassen außerdem den Begriff Arbeit weiter: Neben der Erwerbsarbeit können beispielsweise Familienarbeit oder gemeinnützige Tätigkeiten als bedeutsame Formen der Arbeit betrachtet werden. Angestrebtes Ziel der Balance aller Lebensbereiche ist eine Verbesserung der individuellen Lebensqualität.

5G

Die 5G-Technologie ist die fünfte und damit neueste Generation des Mobilfunkstandards. Sie sorgt für eine noch schnellere mobile Übertragung von Daten und ist bis zu 100 Mal schneller als ihr Vorgänger 4G (LTE). Durch die Echtzeitübertragung dient 5G als Basis für weitere Technologien.

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