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Mitdenken 4.0Wie wir den Wandel der Arbeit gemeinsam gesund und erfolgreich gestalten

Die Welt der Büro- und Wissensarbeit verändert sich rasant. VBG-Arbeitspsychologin Dr. Susanne Roscher erläutert, wie die gesetzliche Unfallversicherung hilft, den Wandel aktiv zu gestalten.

Es sind nicht nur die Globalisierung und neue digitale Technologien, die Geschäftsprozesse und Kundenbeziehungen fundamental verändern. Auch die Auswirkungen der Coronapandemie  stellen Unternehmen unterschiedlichster Branchen vor Herausforderungen und treiben Veränderungen von Arbeitsprozessen weiter voran. Damit die Gesundheit und die Motivation der Beschäftigten dabei nicht auf der Strecke bleiben, hat sich die VBG mit der schon vor Jahren gegründeten Initiative Mitdenken 4.0 zum Ziel gesetzt, den Wandel in der Büro- und Wissensarbeit aktiv zu gestalten.

VBG-Arbeitspsychologin Dr. Susanne Roscher ist Projektleiterin der Initiative Mitdenken 4.0, in der auf Basis aktueller Forschungsergebnisse Präventionsangebote für die Praxis erarbeitet werden.

Foto: VBG/Selim Sudheimer

„Unser Ziel ist die Bereitstellung neuer Präventionsansätze für Arbeitsprozesse auf der Basis aktueller Forschungsergebnisse“, sagt Dr. Susanne Roscher, Projektleiterin von Mitdenken 4.0 bei der VBG. Sie betont: „Die Praxis hat gezeigt, dass wir nicht über längere Zeiträume nach Lösungsansätzen suchen können, sondern dass die Unternehmen schnell auf sich ändernde betriebliche Notwendigkeiten reagieren und gleichzeitig ein gesundes Arbeiten ermöglichen wollen.“ Dabei setzt die VBG auf die Kooperation mit führenden Partnern der Sozialpolitik sowie mit Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretungen der entsprechenden Branchen: Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, der Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes (AGV Banken), der Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen in Deutschland (AGV) und die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) sind Mitglieder der Initiative Mitdenken 4.0.

Diese Partner bringen bei regelmäßigen Roundtable-Gesprächen ihr spezifisches Know-how und ihre Erfahrungen ein. Das Prinzip des Runden Tisches ermöglicht einen vertrauensvollen und offenen Diskurs zu den Schwerpunktthemen „Agiles Arbeiten“, „Homeoffice und hybrides Arbeiten“, „Indirekte Steuerung – Führen durch Ziele“ sowie die gesunde „Gestaltung der Erreichbarkeit“. Susanne Roscher: „Wir arbeiten fruchtbar und konstruktiv zusammen und entwickeln gemeinsam Lösungen.“

"Die Betriebe profitieren von unseren wissenschaftlich fundierten Empfehlungen für die Praxis.“
Dr. Susanne Roscher, VBG-Arbeitspsychologin

Grundlagen für die Gestaltung der Prozesse in agilen Projekten liefert zum Beispiel das Factsheet „Agiles Arbeiten gemeinsam gesund gestalten“, das auf der Basis eines von der VBG initiierten Forschungsprojektes entstanden ist. Mit „Agil arbeiten. Ein Überblick über Werte, Methoden und Gestaltung“ steht auch ein VBG-Fachwissen zum Download bereit. Mehr Ergebnisse des Forschungsprojektes in Form eines umfassenden Präventionsangebotes zur gesunden Gestaltung agiler Arbeit folgen in Kürze.

Ein weiteres Factsheet informiert darüber, wie die Arbeit im Homeoffice gesund gestaltet werden kann. Aktuell hat die VBG in der Initiative zur Bearbeitung der Thematik mobiles und hybrides Arbeiten ein wissenschaftliches Netzwerk aufgebaut. „Die Forscherinnen und Forscher schätzen den regelmäßigen Austausch, und die Betriebe profitieren von unseren wissenschaftlich fundierten Empfehlungen für die Praxis“, erläutert die VBG-Arbeitspsychologin.

„Zu diesem Themenbereich tauschen wir uns auch am Runden Tisch derzeit intensiv aus, denn kaum ein Thema beschäftigt die Betriebe derzeit so sehr wie der Umgang mit der Anforderung, mehr mobile und hybride Arbeit zuzulassen und für alle Beteiligten gesund und erfolgreich zu gestalten“, berichtet Roscher. Hier liefern auch Ergebnisse aus vorangegangenen Projekten von Mitdenken 4.0 wichtige Hinweise für die betriebliche Praxis. Wie Führung auf Distanz gelingen kann, indem Vorgesetzte den Mitarbeitenden die notwendigen Freiheitsgrade ermöglichen, ihnen Verantwortung übertragen und mithilfe von Zielvereinbarungen und Kennzahlen führen, darüber informieren die empirischen Ergebnisse eines Projektes der Fachhochschule Nordwestschweiz im Auftrag der VBG.

„Wir werden in diesem Jahr bei Mitdenken 4.0 weitere Informationen für die Gestaltung effizienter und gesunder Arbeitsprozesse zur Verfügung stellen. Auch Videos dazu sind bereits in der Pipeline“, erläutert Susanne Roscher. Sie hat schon den nächsten gesundheitsrelevanten Themenbereich für die weitere Arbeit der Initiative identifiziert: „Ständige Veränderungsprozesse“. Roscher will Antworten auf die Frage finden, wie eine Überforderung von Beschäftigten durch sich überlagernde und permanent im Wandel befindliche Abläufe präventiv vermieden werden kann. 

Mehr zur Initiative: www.mitdenken4null.de

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