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Unternehmer im GesprächTipps für junge Unternehmer

Unternehmer müssen auf viele Dinge achten, wenn sie eine neue Firma gründen wollen. Certo hat mit 2 Unternehmern geredet. Sie geben Tipps für junge Gründer.

Foto: Porträt von Peter Hippel.Foto: Porträt von Maximilian Krämer.

Peter Hippel hat eine eigene Firma gegründet.
Er prüft Schäden an Gebäuden und
schreibt Gutachten für Brandschutz.
Er ist:
Sachverständiger für Bauschadensanalyse
und Brandschutzgutachten.

Foto: Porträt von Maximilian Krämer.

Maximilian Krämer ist selbstständig
in seiner eigenen Kanzlei.
Er ist: Rechtsanwalt.

Certo hat mit den beiden Unternehmern geredet.
Sie geben Tipps zur Gründung einer Firma.
Und sie erklären,
wie die VBG ihnen geholfen hat.

Illustration: Ein Mann mit Schutzhelm und Warnweste schreibt auf einem Klemmbrett.

Herr Hippel, Sie machen Ihre Arbeit schon seit vielen Jahren. Warum wollten Sie Ihre eigene Firma gründen?

Peter Hippel sagt:
Früher war ich Vertriebs-Leiter
in einem Baustoffwerk.
Ich bin immer mitgelaufen,
wenn Sachverständige auf der Baustelle waren.
Die Sachverständigen hatten spannende Arbeit.
Darum wollte ich auch Sachverständiger werden
und habe meine eigene Firma gegründet.

Es war mir auch wichtig,
mehr Geld zu verdinen.
Denn mein Kind ist hochbegabt.
Es brauchte teure Bildungs-Angebote.

Illustration: Ein Rechtsanwalt mit Robe und Gesetzbuch.

Herr Krämer, Sie sind Rechtsanwalt.
Warum wollten Sie selbstständig sein
und Ihre eigene Kanzlei haben?

Maximilian Krämer sagt:
Früher war ich als Rechtsanwalt ein Mitarbeiter
in der Kanzlei DNK Rechtsanwälte.
Der Chef ist leider mit 49 Jahren gestorben.
Dann habe ich mit meinem Kollegen
Malte Norstedt überlegt:
Was soll mit der Kanzlei passieren?
Wir haben gemeinsam entschieden:
Wir wollen die Kanzlei selbst als Partner leiten. 

Nach 2 Jahren weiß ich:
Eine eigene Kanzlei hat viele Vorteile
und Nachteile.
Aber es war die richtige Entscheidung.

Illustration: Ein Mann sitzt am Tisch. Vor ihm liegen viele Verordnungen. Er rauft sich die Haare.

Herr Hippel, ist es heute leichter, eine Firma zu gründen?
Welche Probleme hatten Sie früher bei der Gründung?

Peter Hippel sagt:
Gründen ist bestimmt nicht leichter geworden.
Bei mir mussten Arbeit und Familie immer
gut zusammen passen.
Ich habe meine ersten Gutachten im Kinderzimmer am Schreibtisch geschrieben.
Und ich habe bei der Gründung immer noch
in meiner alten Firma gearbeitet.
Ich hatte also fast keine Freizeit.

Für eine Gründung braucht man auch Geld.
Ich habe in der Firma zum Beispiel
viele sehr teure Messgeräte.
Füher ist man zur Bank gegangen.
Man hat der Bank erklärt, was man tun will.
Das ist jetzt etwas schwieriger.
Denn es gibt heute viel mehr Regeln.

Illustration: Eine Frau klopf einem Mann freundlich lobend auf die Schulter.Illustration: Ein Mann und eine Frau stehen Arm in Arm nebeneinander. Sie recken die Fäuste siegreich in die Höhe.

Herr Krämer, Sie sind ein junger Selbstständiger.
Nehmen andere Sie nicht richtig ernst, weil Sie noch jung sind?
Haben Sie Tipps für andere junge Unternehmer?

Maximilian Krämer sagt:
Ja, man muss sich erstmal beweisen,
wenn man selbstständig ist.
Viele Kunden denken:
Ein junger Rechtsanwalt kann noch nicht
so viel Erfahrung in der Arbeit haben.
Die Kunden müssen also erst merken,
dass man seine Arbeit gut kann. 

Junge Unternehmer müssen mutig sein.
Sie dürfen nicht aufgeben,
wenn es mal schlecht läuft.

Aber man muss auch alles gut planen.
Und man braucht genug Geld,
wenn man gründen will. 

Aber ich habe auch gemerkt:
Man kann von vielen Menschen Hilfe bekommen,
besonders ganz am Anfang.
Zum Beispiel von Freunden oder
von Menschen, die man durch die Arbeit kennt.

Illustration: Eine Faust zeigt "Daumen hoch".

Haben Sie noch mehr Tipps für junge Menschen, die eine Firma gründen möchten?

Peter Hippel sagt: 

  1. Man muss die Sache lieben, die man tut.
    Das ist das Wichtigste. 
  2. Man braucht die Unterstützung
    von der Familie.
    Denn wenn man eine Firma gründet,
    ist nicht immer alles einfach.
    Man hat oft wenig Zeit.
    Das muss die Familie verstehen.
  3. Man muss mit Fehlern klar kommen.
    Fehler passieren.
    Man muss daraus lernen und weiter machen.

Sehr wichtig sind auch die Mitarbeiter
und genug Geld.
Man muss einfach immer versuchen,
an guten Ideen zu arbeiten.
Vielleicht will die Bank dafür kein Geld geben.
Aber das darf einen nicht aufhalten.

Illustration: Eine fröhlich lachende Frau.

Maximilian Krämer sagt:

Man muss andere von seiner Arbeit und
von seinen Ideen überzeugen können.
Denn für Unternehmer ist die eigene Firma
nicht nur die Arbeit.
Unternehmer erfüllen sich mit der eigenen Firma
einen Traum.
Unternehmer sollen lieben, was sie tun.
Das merken dann auch die Kunden.

Illustration: Zwei Personen sitzen gemeinsam am Tisch und überlegen.

Denken Sie an alle Regeln und Anträge,
als Sie Ihre Firma gegründet haben.
Wie war der Anfang für Sie?

Maximilian Krämer sagt: 

Wir haben erstmal geprüft:
Wie sieht es in der Kanzlei aus?
Auf welche Regeln müssen wir achten,
wenn wir die Kanzlei nun leiten wollen?
Das war schwierig.
Aber unsere Steuer-Beraterin hat uns geholfen.
Sie kennt sich mit der Übernahme von Firmen aus.

Illustration: Ein Mann arbeitet eine Checkliste ab.

Peter Hippel sagt: 

Wir hatten bei der Gründung auch Hilfe
von unserem Steuerberater.
Aber ich wollte nicht alle Aufgaben abgeben.
Zum Beispiel:
Jede Firma muss alle Gefahren aufschreiben,
die es bei der Arbeit geben kann.
Das ist die Gefährdungs-Beurteilung.
Ich finde:
Der Chef muss sich selbst darum kümmern.
Ich habe dafür das KPZ-Portal genutzt.
Das KPZ-Portal ist ein Hilfsangebot von der VBG. 

Die Sicherheit ist mir und meinen Mitarbeitern sehr wichtig.
Darum prüfen wir in der ersten Woche im Jahr
unsere Arbeit auf Gefahren.
Und alle 2 Jahre prüfen wir auch,
welche seelischen Gefahren es gibt.
Denn wenn es den Mitarbeitern gut geht,
arbeiten sie auch gut und gerne.

Illustration: Zwei Personen sitzen gemeinsam am Schreibtisch. Eine davon erklärt der anderen anhand eines Dokuments etwas.

Alle Firmen müssen auf die Sicherheit und
Gesundheit bei der Arbeit achten.
Dafür gibt es die Gefährdungs-Beurteilung.
Haben Sie für die Gefährdungs-Beurteilung
auch Angebote von der VBG genutzt?
Zum Beispiel die PRAXIS-CHECK-APP.

Maximilian Krämer sagt: 

Ich habe die Angebote von der VBG
noch nicht genutzt.
Ich habe viele Infos darüber gelesen.
Ich wusste vorher nicht,
wie viele Angebote die VBG hat.
Ich werde mir die Angebote genauer ansehen,
auch die Kurse von der VBG.

Illustration: Zwei Personen sitzen am Computer. Die eine zeigt der anderen Etwas Illustration: Eine Person im Rollstuhl sitzt an einem höhenverstellbaren Schreibtisch.Illustration: Ausgepackter Erste-Hilfe-Kasten.

Peter Hippel sagt: 

Im KPZ-Portal sind viele gute Videos
und Checklisten.
Damit kann man gut arbeiten.
Ich habe damit meine Gefährdungs-Beurteilung gemacht.

So konnten wir viele Dinge in der Firma besser machen: 

  • Wir haben nun Schreibtische,
    bei denen man die Höhe einstellen kann.
  • Es gibt nun andere Lampen im Büro.
  • Alle Mitarbeiter haben Kurse gemacht.
    Sie sind nun Helfer für Erste Hilfe,
    Evakuierung und Brandschutz.

Wenn man mal eine Frage hat,
kann man die VBG auch einfach anrufen.
Man bekommt schnell Antworten

Illustration: Ein Mann klopft einem zweiten Mann lobend auf die Schulter.

Maximilian Krämer sagt: 

Man muss immer gut zu den Mitarbeitern sein.
Sie müssen merken:
Ich bin wichtig für die Firma und für den Chef.
Alle gehören hier zusammen. 

Der Chef muss sich darum kümmern.

Illustration: Eine Gruppe aus vier Personen sitzt auf Sofas um einen Tisch herum. Die Personen diskutieren freundlich miteinander.

Denken Sie an die Gründung von Ihrer Firma
und sagen Sie uns ganz kurz:
Wie war diese Zeit für Sie?
Und was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Peter Hippel sagt: 

Schöne Zeit, schwere Zeit, geile Zeit.
Und ich wünsche mir weiter Erfolg.
Denn es ist wichtig,
dass die Firma genug Geld hat.

Aber ich wünsche mir auch mehr Freizeit.
Meine Mitarbeiter sollen ihre Arbeit
mehr selbst planen können.
Dann muss ich nicht mehr
70 bis 80 Stunden in der Woche arbeiten.

Illustration: Ein Team aus fünf Personen sitzt um einen Tisch herum und unterhält sich fröhlich angeregt.

Maximilian Krämer sagt:

Einfach mal machen,
gemeinsam im Team. 

Ich wünsche mir,
dass wir so wie die letzten Jahre weitermachen.
Wir vertrauen uns im Team
und unsere Kunden vertrauen uns.
Ich wünsche mir,
dass wir neue Kollegen finden.
Das macht mich glücklich und das macht mir Spaß.

Wir bedanken uns für das Gespräch.

Wollen Sie sich das Gespräch anhören?
Wir haben die wichtigsten Teile aufgenommen.
Sie finden die Aufnahme bei YouTube: Jetzt anhören.

Die Aufnahme ist nicht in Leichter Sprache.

Mehr Infos

Illustration: Ein Mann überprüft eine Checkliste.Illustration: Zwei Personen sitzen gemeinsam vor einem Computerbildschirm.

Firmen müssen auf die Sicherheit und Gesundheit in der Firma achten.
Sie müssen alle Gefahren aufschreiben.
Das ist die Gefährdungs-Beurteilung.
Die VBG kann kleinen Firmen dabei helfen.
Dafür gibt es die KPZ-Betreuung.
Zur KPZ-Betreuung gehört eine Seite im Internet.
Die Seite heißt: KPZ-Portal.
Im KPZ-Portal gibt es viele Infos und Hilfen
für die Arbeits-Sicherheit von kleinen Firmen.
Sie finden das KPZ-Portal hier

Mehr Infos zu den Angeboten von der VBG
finden Sie auf der Internet-Seite von der VBG.

Illustration: Eine Person stellt freundlich eine Frage.

Über welche Themen zur Sicherheit und
Gesundheit bei der Arbeit wollen Sie mehr wissen?
Melden Sie sich bei Certo.
Wir freuen uns auf Ihre Ideen.
Unsere E-Mail-Adresse ist: cm@vbg.de

Die wichtigsten Tipps für Gründer:
Startup-Check

Illustration: Checkliste.

Wenn Sie eine Firma neu gründen,
müssen Sie auf viele Dinge achten.
Zum Beispiel: 

  • Sie brauchen die gesetzliche Unfall-Versicherung
    für ihre Firma und ihre Mitarbeiter.
    Das ist gut und wichtig für Sie.
  • Sie können Mitglied bei der VBG werden.
  • Sie können sich als Selbstständiger
    oder Unternehmer freiwillig selbst versichern.
    Das ist unsere Freiwillige Versicherung.
    Dann hilft die VBG Ihnen nach einem Unfall,
    der bei der Arbeit passiert
    oder bei Krankheit durch die Arbeit. 
    Mit der Freiwilligen Versicherung
    sind Sie gut abgesichert.
  • Sie brauchen eine Gefährdungs-Beurteilung.
    Die KPZ-Betreuung hilft kleinen Firmen dabei.
  • Ihre Räume und Arbeitsplätze sollen
    gut für die Sicherheit und Gesundheit sein.
    Wir haben viele Tipps dafür.

Alle diese Infos finden Sie auf unserer Checkliste:
STARTUP-CHECK.

Die Checkliste ist nicht in Leichter Sprache.

Mehr Flyer und Info-Hefte von der VBG

Illustration: Ein Faltblatt.

Die VBG hat viele Infos für
gesunde und sichere Arbeit.
Die Infos sind gut für neue Firmen.
Die Infos stehen in diesen Flyern und Info-Heften:

Die Infos sind nicht in Leichter Sprache.

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