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Chefin im Familien-Unternehmen

Anna von Hinüber

Seit dem Jahr 1861 gibt es die Firma:
Schmitt & Sohn Aufzüge.
Die Familie Schmitt leitet die Firma.
So eine Firma nennt man: Familien-Unternehmen.
Eine Person aus der Familie
ist Chef von der Firma Schmitt & Sohn Aufzüge.

Seit dem Jahr 2015 gibt es eine neue Chefin:
Anna von Hinüber.
Früher war ihr Name: Anna Schmitt.
Sie wollte erst gar nicht Chefin werden.
Hier steht, warum sie nun doch Chefin ist.

Frau von Hinüber, Sie haben ein Studium gemacht.
Bei dem Studium ging es um Recht und Gesetz.
Das Studium heißt: Jura.
Sie haben ein eigenes Anwalts-Büro geleitet.
Warum sind Sie nun Chefin in Ihrem Familien-Unternehmen?

Zwei Beschäftigte am Computer

Anna von Hinüber sagt:
Das ist einfach so passiert.
Im Jahr 2007 hatte mein Vater eine Bitte.
Er brauchte meine Hilfe in der Firma.
Die Firma hat eine Rechts-Abteilung.
Da habe ich dann 2 Tage in der Woche gearbeitet.
Ich habe dann immer mehr Aufgaben gemacht.
Zum Beispiel:

  • Ich habe mich um die Mitarbeiter und um neue Mitarbeiter gekümmert.
  • Ich habe mich um Werbung und Infos für Kunden gekümmert.
Eine Frau denkt nach

Im Jahr 2015 hat mein Vater gefragt,
ob ich mit ihm die Firma leiten will.
Ich war nicht überrascht.
Ich habe schon viele Leitungs-Aufgaben gemacht.
Dann kann ich die Leitung auch übernehmen.

Aber Sie mussten sich erst als Chefin bewerben.
Dafür haben Sie alle Menschen getroffen,
die in der Firma mitbestimmen.
Diese Menschen nennt man: Gesellschafter.
Waren Sie sich sicher, dass Sie Chefin werden?

Liste mit Regeln

Anna von Hinüber sagt:
Nein, ich war mir nicht sicher.
Ich habe erwartet,
dass die Gesellschafter gut darüber nachdenken.
Ich bin jetzt auch Gesellschafterin.
Und es ist mir wichtig, dass es der Firma gut geht.
Darum gibt es strenge Regeln
für einen neuen Chef.
Man muss viele wichtige Dinge können.
Die Gesellschafter sollten entscheiden,
ob ich die Richtige bin.

Hat ihr Vater sich darum gekümmert,
dass Sie Chefin werden?

Daumen hoch

Anna von Hinüber sagt:
Nein, mein Vater hat sich rausgehalten.
Wir denken:
Wenn etwas gut ist,
dann muss man sich darum nicht kümmern.
Die Gesellschafter haben vielleicht gemerkt:
Mein Vater und ich können zusammen gut leiten.

Nun ist mein Vater bestimmt froh,
dass ich auch Chefin bin.
Die Firma ist sehr wichtig für ihn.
Nun kann ich mich nach ihm
um die Firma kümmern.

Wie denken die Mitarbeiter darüber,
dass Sie nun auch Chefin sind?

Verschiedene Beschäftigte

Anna von Hinüber sagt:
Ich glaube, die Mitarbeiter haben sich gefreut.
Ich habe ja schon 8 Jahre in der Firma gearbeitet.
Alle Mitarbeiter kannten mich schon gut.
Und alle wissen:
Bei Familien-Unternehmen wird meistens
eine Person aus der Familie der nächste Chef.

Ihr Bruder ist auch Chef in der Firma.
Sie haben vorher noch nie mit ihrem Bruder zusammen gearbeitet.
Ihr Vater arbeitet nun weniger in der Firma.
Schaffen Sie alles ohne Probleme?

Schulterzucken

Anna von Hinüber sagt:
Es hat sich einiges verändert.
Daran mussten wir uns erst gewöhnen.
Am Anfang gab es auch Probleme.
Wir wussten nicht immer:
Wer hat welche Aufgaben?
Aber nach einem Jahr haben wir alles geklärt.

Wir haben eine wichtige Regel
für die Zusammenarbeit:
Wir leiten die Firma zusammen.
Darum entscheiden wir auch zusammen.
Dafür nehmen wir uns Zeit
und reden gut miteinander.
Vielleicht haben wir mal verschiedene Meinungen.
Dann entscheidet die Person alleine,
die für den Bereich zuständig ist.

Sie sind bald 5 Jahre lang Chefin.
Worauf sind Sie stolz?

Ein Chef an einem großen Schreibtisch

Anna von Hinüber sagt:
Mein Vater und ich haben geändert,
wie wir die Firma zusammen leiten.
Er hat die Firma gut geleitet.
Zusammen konnten wir noch besser werden.
Darauf bin ich stolz.
Und ich bin stolz auf unsere fast 2000 Mitarbeiter.
Unsere Mitarbeiter passen
sehr gut in unsere Firma.

GeldübergabeChecklisteDrei Menschen im Gespräch

Ich habe den Lohn für die Mitarbeiter verändert.
Das war sehr anstrengend.
Aber ich habe es geschafft.
Früher war es so:
Wenn die Firma viel Geld verdient hat,
dann bekommen die Mitarbeiter mehr Lohn.
Aber wenn die Firma wenig verdient,
bekommen die Mitarbeiter weniger Lohn.

Nun ist es so:
Wir prüfen:
Wie viele Aufgaben und Ziele
schafft jeder Mitarbeiter?
Wenn Mitarbeiter mehr schaffen,
bekommen sie mehr Lohn.
Wenn Mitarbeiter weniger schaffen,
bekommen sie weniger Lohn.

Wir mussten mit den Mitarbeitern gut
über diese Änderungen reden.
Die Mitarbeiter sollten uns dabei vertrauen.

Sie hatten früher eine andere Arbeit.
Sie haben erst später im Familien-Unternehmen angefangen.
Haben Sie damit Zeit verschwendet?

Verschiedene Beschäftigte

Anna von Hinüber sagt:
Nein, für mich war es gut so.
Im Familien-Unternehmen bin ich für alle
die Tochter vom Chef.
In einer fremden Firma kennt mich keiner.
Da kann ich zeigen, was ich kann.
Es ist nicht wichtig, wer mein Vater ist.
Das war gut für mich.

Ein Mann im Büro

Ich hatte früher mein eigenes Anwalts-Büro.
Vorher habe ich auch
in anderen Anwalts-Büros gearbeitet.
Dafür war ich auch im Ausland.
Ich habe auch mal
eine ganz andere Arbeit versucht:
Ich habe Gold für eine Firma in Paris eingekauft.
Ich wollte einfach testen:
Welche Arbeit macht mir Spaß?
Dafür muss man viel ausprobieren.
Das ist auch im Familien-Unternehmen
noch gut und wichtig.

Sie haben selbst 2 Töchter.
Vielleicht werden Ihre Töchter auch mal Chefinnen in Ihrer Firma.
Ist Ihnen das wichtig?

Eine Frau lacht

Anna von Hinüber sagt:
Mir ist eine Sache besonders wichtig:
Meine Töchter sollen glücklich werden.
Vielleicht finden Sie die Arbeit in der Firma gut.
Vielleicht können Sie alles,
was man als Chef können muss.
Dann freue ich mich,
wenn Sie hier auch Chefinnen werden.
Das ist auch gut für die Mitarbeiter.
Für ein Familien-Unternehmen ist es gut,
wenn jemand aus der Familie Chef ist.

Daumen hoch

Aber ich will meine Töchter nicht zwingen.
Sie müssen diese Arbeit nicht machen.
Für mich war diese Arbeit genau richtig.
Ich konnte so arbeiten, wie ich es gut finde.
In vielen anderen Firmen ist das nicht so.
Mein Vater hat nicht bestimmt,
wie ich arbeiten soll.
Dafür bewundere ich meinen Vater.

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