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3 Fachleute im Gespräch: Versicherung bei der Arbeit von zuhause

Ein Mann arbeitet von zuhause aus

Im Moment gibt es in Deutschland das Corona-Virus.
Firmen wollen ihre Mitarbeiter schützen.
Darum arbeiten viele Mitarbeiter von zuhause.
Das nennt man: Homeoffice.
Das spricht man: Hohm-of-fiss.
Aber bei der Arbeit von zuhause können
auch Unfälle passieren.

Mitarbeiter sollen auch bei der Arbeit von zuhause gut versichert sein

Darum sollen Mitarbeiter auch
bei der Arbeit von zuhause gut versichert sein.
Es gibt schon viele Regeln und Gesetze
für die Versicherung bei der Arbeit von zuhause.
Wir hatten mit 3 Fachleuten ein Gespräch 
über die Regeln.

Christine Ramsauer ist Expertin Versicherung und Leistungen bei der VBG.
Christine Ramsauer sagt:
Es gibt gute Regeln und Gesetze für die Versicherung bei der Arbeit von zuhause.

Portrait Herbert Schulte

Herbert Schulte ist der Landesgeschäftsführer NRW vom Bundesverband Mittelständische Wirtschaft.
Herbert Schulte sagt:
Vielleicht gibt es zu viele Regeln
für die Arbeit von zuhause.
Darum können einige Firmen ihre Arbeit 
vielleicht nicht mehr so gut machen.

Portrait Oliver Suchy

Oliver Suchy leitet die Abteilung Digitale Arbeitswelt beim Deutschen Gewerkschaftsbund.
Und Oliver Suchy ist auch Mitglied im Bundesvorstand vom Deutschen Gewerkschaftsbund.
Oliver Suchy sagt:
Die Arbeit von zuhause ist für viele Firmen noch neu.
Darum gibt es noch viele Probleme für Mitarbeiter.

Das sagt Christine Ramsauer

Das Bundessozialgericht macht Regeln für die Arbeit

Auch bei der Arbeit von zuhause 
können Unfälle passieren.
Aber wann ist man 
bei der Arbeit von zuhause versichert?
Das Bundessozialgericht macht die Regeln dafür.
Das Bundessozialgericht heißt kurz: BSG.
Das BSG hat entschieden:
Man ist bei der Arbeit von zuhause versichert,
wenn man Aufgaben für die Arbeit macht.
Zum Beispiel:
Man arbeitet am Computer am Schreibtisch.
Ein Unfall kann zum Beispiel 
am Schreibtisch passieren.

Ein Unfall auf der Arbeit

Aber man ist bei der Arbeit von zuhause
nicht nur am Schreibtisch.
Ab und zu geht man auch von einem anderen Raum
zum Schreibtisch. 
Dazu sagt man auch: Betriebs-Weg.
Dabei kann auch ein Unfall passieren.
Dann ist wichtig:

  • Was hat man gerade gemacht?
  • Hatte das mit der Arbeit zu tun?
Ein Arbeits-Unfall

Ein Beispiel:
Ein Mitarbeiter arbeitet von zuhause.
Er hat am Computer ein Video-Gespräch 
mit seinem Chef.
Vorher hat der Mitarbeiter 
in der Küche etwas gegessen.
Dann geht er zu seinem Computer.
Auf dem Weg fällt der Mitarbeiter hin 
und verletzt sich.
Der Weg von der Küche zum Computer
ist ein Betriebs-Weg.
Darum ist es ein Arbeits-Unfall.
Der Mitarbeiter ist versichert.

Man ist nicht immer versichert

Aber man ist bei der Arbeit von zuhause
nicht immer versichert.
Man ist nicht bei Sachen versichert,
die nichts mit der Arbeit zu tun haben.
Das hat das BSG entschieden.

Arbeitnehmer sind zuhause nicht immer versichert

Zum Beispiel: 
Man geht in die Küche,
um etwas zu essen und zu trinken.
Oder man geht ins Bad.
Dabei können auch Unfälle passieren.
Aber dann ist man nicht versichert.

Auf dem Weg von zuhause zur Firma ist man versichert

Wenn man von zuhause arbeitet,
muss man manchmal aber auch in die Firma.
Zum Beispiel weil man fertige Arbeiten
in die Firma bringen muss.
Oder weil man neue Aufgaben 
aus der Firma abholen muss.
Dann ist man auf dem Weg von zuhause 
zur Firma versichert.

Ein Gesetzbuch

Dafür gibt es eine Regel im Gesetz.
Die Regel ist: Paragraph 8 Abs. 2 Nr. 1 SGB VII.
Das BSG hat entschieden:
Im Haus ist man noch nicht versichert.
Aber wenn man durch die Haustür zur Firma geht,
ist man versichert.

Man ist nur versichert, wenn man zur Firma geht

Achtung:
Man ist nur versichert, wenn man zur Firma geht.
Man ist nicht versichert,
wenn man von zuhause zu einem anderen Ort geht.
Zum Beispiel:
Ein Mitarbeiter arbeitet von zuhause.
Er will seine Kinder in den Kindergarten bringen.
Das hat nichts mit der Arbeit zu tun.
Darum ist der Mitarbeiter auf dem Weg von zuhause zum Kindergarten nicht versichert.

Das sagt Herbert Schulte

Viele Firmen können mit Computern besser arbeiten

Das Internet und Computer sind sehr wichtig
für die Arbeit in vielen Firmen.
Viele Firmen können mit Computern besser arbeiten.
Man kann Aufgaben schneller und besser machen.
Und die Mitarbeiter können auch
bei der Arbeit von zuhause gut miteinander reden.
Zum Beispiel im Video-Gespräch.
Das ist besonders gut für mittlere Firmen
mit weniger als 250 Mitarbeitern.

Viele Firmen konnten gut von zuhause arbeiten

Die Arbeit mit Computern hilft auch
in der Zeit vom Corona-Virus.
Viele Firmen konnten gut von zuhause arbeiten.
Aber die Firmen haben auch gemerkt:
Es kann immer Probleme bei der Arbeit geben.
Oder die Arbeit ändert sich.

Firmen müssen prüfen, wie sie die Arbeit besser machen können

Aber alle sollen gut weiter arbeiten können.
Darum müssen Firmen immer wieder prüfen:

  • Wie können wir besser arbeiten?
  • Wie können wir die Arbeit einfacher machen?
  • Wie können wir bei Veränderungen 
    weiter gut arbeiten?

Dafür ist die Arbeit von zuhause wichtig.
Einige Firmen können vielleicht
besonders gut von zuhause arbeiten.
Das müssen die Firmen prüfen.

Eine Regel heißt Arbeitsstättenverordnung

Im Moment arbeiten viele Mitarbeiter
wegen dem Corona-Virus von zuhause.
Aber es gab schon vorher Regeln und Gesetze
für die Arbeit von zuhause.
Eine Regel heißt zum Beispiel: Arbeitsstättenverordnung.
Die Regeln und Gesetze sind schwierig
für einige Firmen.

Alle Mitarbeiter sollen gut arbeiten können

Zum Beispiel für kleine und mittlere Firmen.
Viele Firmen haben weniger als 25 Mitarbeiter.
Alle Mitarbeiter sollen gut arbeiten können.
Das ist wichtig dafür:
Die Firmen sollen entscheiden können, 
wie sie arbeiten.

Die Regeln für die Arbeit von zuhause sind zu schwierig für die Firmen

Vielleicht ist die Arbeit von zuhause sicherer.
Aber die Regeln für die Arbeit von zuhause
sind zu schwierig für die Firmen.
Deutschland soll den Firmen helfen.
Zum Beispiel mit Geld für Computer 
für die Arbeit von zuhause.

Das sagt Oliver Suchy

Für manche Mitarbeiter ist die Arbeit zuhause gut

Wegen dem Corona-Virus arbeiten im Moment
viele Mitarbeiter von zuhause.
Das war vorher anders.
Vorher waren die meisten Mitarbeiter in der Firma.
Aber das war nicht für alle Mitarbeiter gut.
Denn so mussten die Mitarbeiter
immer zu festen Zeiten in die Firma kommen.

Viele Mitarbeiter haben mehr Stress bei der Arbeit von zuhause

Vorher haben sich wenige Mitarbeiter entschieden,
dass sie von zuhause arbeiten wollen.
Aber wegen dem Corona-Virus müssen jetzt
viele Mitarbeiter von zuhause arbeiten.
Dabei gibt es auch einige Probleme.
Forscher haben herausgefunden:
Viele Mitarbeiter haben mehr Stress
bei der Arbeit von zuhause.

Viele Mitarbeiter arbeiten zuhause mehr als in der Firma

Und viele Mitarbeiter arbeiten zuhause mehr 
als in der Firma.
Das ist ungesund.
Mitarbeiter und Firmen wissen oft auch nicht:

  • Wie ist man versichert 
    bei der Arbeit von zuhause?
  • Wie sind die Daten von der Arbeit sicher?

Dafür soll es schnell gute Regeln geben.

Mitarbeiter müssen darauf achten, wie viele Aufgaben sie schaffen

Die Arbeit von zuhause ist oft anstrengend
für Chefs und Mitarbeiter.
Chefs müssen ihre Mitarbeiter 
auch zuhause gut leiten.
Und Chefs müssen auch weiter gut
mit den Mitarbeitern reden können.
Mitarbeiter müssen darauf achten:

  • Wie viele Aufgaben kann ich schaffen?
  • Wann ist Arbeits-Zeit und wann ist Freizeit?
Chefs und Mitarbeiter sollen  gut miteinander reden können

Mitarbeiter arbeiten zuhause oft alleine.
Sie reden nicht mehr so oft mit ihren Kollegen.
Das ist schwierig.
Darum ist bei der Arbeit von zuhause wichtig:
Die Chefs und Mitarbeiter sollen 
gut miteinander reden können.
Und sie sollen sich vertrauen können.

Die Arbeit von zuhause ist für viele Firmen neu

Wegen dem Corona-Virus mussten
viele Firmen alles anders machen.
Die Arbeit von zuhause ist für viele Firmen neu.
Es gibt viele Probleme.
Darum muss es auch mehr Regeln
für die Arbeit von zuhause geben.

Die Mitarbeiter müssen von zuhause arbeiten und sie müssen ihre Kinder betreuen

Auch Mitarbeiter mit Kindern haben nun Probleme.
Denn die Kinder können im Moment nicht
in den Kindergarten oder in die Schule gehen.
Die Mitarbeiter müssen von zuhause arbeiten.
Und sie müssen auch ihre Kinder betreuen.
Die Mitarbeiter bekommen oft keine Hilfe dabei.
Darum ist die Arbeit von zuhause
mit Kindern besonders schwierig.

Nicht jeder kann gut von zuhause arbeiten

Einige Menschen denken vielleicht:
Die Arbeit von zuhause ist sehr gut.
Alle können genauso gut arbeiten, wie vorher.
Jeder kann gut von zuhause arbeiten.
Das stimmt nicht.
Das ist fast wie bei einem Friseur:

Ein Friseur schneidet Haare

Jeder Mensch kann sich die Haare schneiden.
Aber das heißt nicht, dass man das gut kann.
Ein Friseur lernt genau,
wie man die Haare schneiden muss.

Arbeit von zuhause

So ähnlich ist es bei der Arbeit von zuhause auch:
Jede Firma kann sagen:
Unsere Mitarbeiter arbeiten jetzt von zuhause.
Aber das heißt nicht, dass jeder es gut kann.
Jeder Mitarbeiter muss erst lernen,
wie er gut von zuhause arbeiten kann.
Und die Arbeit von zuhause muss gut für die Firma und für die Mitarbeiter sein.

Die Regeln aus den Verträgen sollen auch für die Arbeit von zuhause sein

Darum gibt es gute Arbeits-Verträge
mit guten Regeln für die Arbeit.
Die Arbeits-Verträge sind zum Beispiel
vom Deutschen Gewerkschaftsbund.
Die Regeln aus den Verträgen sollen auch
für die Arbeit von zuhause sein.

Mehr Infos:

Mehr Infos im Internet

Es gibt verschiedene Arten von Arbeit von zuhause. 
Zum Beispiel: Telearbeit oder mobiles Arbeiten.
Die VBG hat einen Info-Text dazu gemacht.
Den Info-Text finden Sie hier.
Der Info-Text ist in Leichter Sprache.

Mehr Infos zur Versicherung
bei der Arbeit von zuhause finden Sie hier.
Die Infos sind in Leichter Sprache.

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