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VBG Persönlich„Aufgeben war niemals eine Option“

Ein Autounfall brachte Dirk Heiner für Monate ins Krankenhaus. Zwei Jahre und zahlreiche Operationen später ging es zurück in den Job – doch den Mut hat er nie verloren.

Der Schock: „Als Kunden­berater für Soft­ware­lösungen war ich für meinen Arbeit­geber Fischer Information Technology viel unter­wegs – meistens mit dem Auto. Eines Abends bin ich in einen schweren Verkehrs­unfall geraten. Jemand ist am Steuer eingeschlafen und hat ein anderes Fahrzeug gerammt, das mir in die Seite prallte. Von da an ist bei mir alles schwarz. Vier Wochen lang lag ich im Koma. Ich hatte unter anderem ein Schädel-Hirn-Trauma, einen kollabierten Lungen­flügel und multiple Knochen­brüche. Die Ärzte sagten mir, ich sei gerade so mit dem Leben davon­gekommen. Da erschienen mir die schweren Verletzungen nicht ganz so schlimm.

Portrait Dirk Heiner

Dirk Heiner ist nach einem schweren Unfall wieder an den Arbeitsplatz zurückgekehrt.

Foto: VBG/Robert Hausmann

Der Kampf: „Viele Verletzungen heilten schnell wieder; andere hingegen begleiten mich heute noch. Mein Knie war so zertrümmert, dass ich ein künstliches Gelenk bekam. Danach begann für mich die knapp zwei­jährige Reha, erst ambulant, dann stationär. Meine Frau und meine beiden Kinder haben mich fast täglich besucht. Ohne sie hätte ich vielleicht den Mut verloren. Aber ich bin ein Kämpfer. Ich habe höher­klassig American Football gespielt, da muss man sich durch­setzen können. Nach dem Unfall war mein Gegen­spieler mein Körper, dem ich zeigen wollte, dass ich wieder gehen kann. Die ersten Treppen­stufen mit dem künstlichen Knie­gelenk bin ich heimlich vor der ersten Reha-Einheit gelaufen. Dieser Wille war für mich entscheidend. Aufgeben war niemals eine Option.“

Die Rückkehr: „Das Knie ist noch ein­geschränkt, und auch psychisch geht so ein Unfall nicht spurlos an einem vorbei. Doch ich habe schon in der Reha auf die Rückkehr in meinen Job hin­gearbeitet. Dabei hat mich die VBG super unter­stützt. Insbesondere mein Reha-Manager Andreas Novak hat großen Anteil an meiner Genesung. Eine große Motivation waren außerdem die Besuche meines Chefs, trotz 500 Kilo­meter Entfernung. Aber es hat total genervt, nicht arbeiten zu können. Im November 2018 bin ich stufen­weise wieder ein­gestiegen. Ich darf zwar wieder Auto fahren – das musste mir ein Psychologe bescheinigen. Trotzdem fahre ich oft mit der Bahn und arbeite mehr im Büro. Die Kunden freuen sich aller­dings immer, wenn sie mich sehen. Viele haben ja von dem Unfall gehört. Dass die Rück­kehr so gut klappt, hätte ich nicht gedacht. Und ich bin ja immer noch erst am Anfang …“

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