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Illustration Mann im Homeoffice
Foto: iStock

Tipps, Fristen & Co.Was Unternehmerinnen und Unternehmer rund ums hybride Arbeiten beachten sollten

Hybride Arbeit umfasst neben VBG-Kernthemen wie Versicherungsschutz oder moderne Führung weitere Chancen, Vorgaben sowie Steuerliches. Welche Hilfen es wo gibt.

Tipp 1: Fortbildung wird gefördert

Eine Reorganisation in neuen Strukturen ist auch ein guter Zeitpunkt, um Beschäftigten Fortbildungen anzubieten, nicht erst seit dem Qualifizierungschancengesetz. Gleichzeitig nehmen digitale Wissensangebote stetig zu – für Menschen im Homeoffice eine gute Gelegenheit, sich digital mehr Wissen anzueignen. Das motiviert, bindet ans Unternehmen und verschafft Wettbewerbsvorteile. Schließlich ist nichts so wichtig wie gut ausgebildete Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Gut zu wissen: Die gesetzlichen Regelungen ermöglichen jetzt noch höhere Förderungen in Form von Zuschüssen als bisher.

Wer etwa Beschäftigte in Kurzarbeit hat, für den oder die lohnt es sich, eine Fortbildung zu ermöglichen, da der Staat unter bestimmten Bedingungen die Hälfte der Sozialversicherungsbeiträge übernimmt. Zusätzlich übernimmt die Bundesagentur für Arbeit unter bestimmten Kriterien einen Teil der Weiterbildungskosten. Mehr darüber erfahren Chefinnen und Chefs von der Bundesagentur für Arbeit, die mit der Qualifizierungsoffensive WEITER.BILDUNG! förderbereite Firmen unter­stützt.

Übrigens bietet auch die VBG ihren Mitgliedsunternehmen Seminare an. Natürlich bieten wir auch online Weiterbildung an: Mit unseren Web-Seminaren unterstützen wir Betriebe rund um die Themen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz.

Tipp 2: Updates zum Thema Steuern

Seit Beginn der Coronavirus-Pandemie folgt ein steuerliches Gesetzesvorhaben dem anderen. Gewiss, auf die Steuerberaterin oder den Steuerberater von Unternehmen ist in der Regel Verlass, aber selbst Expertinnen und Experten haben ihre Mühen, stets auf dem Laufenden zu sein und die Vorteile für ihre Mandantinnen und Mandanten im Blick zu behalten. Als Unternehmen ist es daher ratsam, selbst gut informiert zu sein. So weiß nicht jede und jeder, dass die Homeoffice-Pauschale wegen der Coronavirus-Pandemie auch für Selbstständige sowie Unternehmerinnen und Unternehmer gilt. Wer manche Tätigkeiten zu Hause erledigt, dafür jedoch kein explizites Arbeitszimmer hat, für den oder die ist die Homeoffice-Pauschale eine kleine, aber feine Erleichterung. Für jeden Tag im Homeoffice können fünf Euro abgezogen werden, maximal 600 Euro pro Jahr.

Auch über die Möglichkeiten in puncto Homeoffice hinweg lohnt es sich, über Neuerungen bei Steuerbeschlüssen Bescheid zu wissen. So können Chefinnen und Chefs ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern noch bis Ende März 2022 einen Corona-Bonus in Höhe von 1.500 Euro steuer- und sozialversicherungsfrei gewähren. Die Verlängerung soll den gegebenenfalls vorhandenen Liquiditätsengpässen vieler Betriebe Rechnung tragen.

Weiterhin wurde die Stundungsmöglichkeit fälliger Steuerzahlungen über den 30. September 2021 hinaus insofern verlängert, als dass sie in Zusammenhang mit einer angemessenen, längstens bis zum 31. Dezember 2021 dauernden Ratenzahlung vereinbart wird. Darüber berichtet das Bundesministerium der Finanzen in seinem „BMF-Monatsbericht August 2021“ im Kapitel „Analysen und Berichte“. Eine Stundung ist ein erprobtes Mittel, um von der Coronakrise betroffenen Unternehmen in ihrer Liquiditätsnot zu helfen. Regelmäßig fasst der Deutsche Steuerberaterverband e. V. sämtliche Neuigkeiten in Sachen Steuern in einem Info-PDF zusammen.

Tipp 3: Datenschutz und IT-Sicherheit nicht vernachlässigen

Am Thema Datenschutz und Datensicherheit kommt niemand mehr vorbei. Doch die EU-Datenschutz-Grundverordnung DSGVO, die seit dem 25. Mai 2018 in Kraft ist, setzt laut einer Bitkom-Studie aus dem Herbst 2020 nur jedes fünfte Unternehmen in Deutschland vollständig um. In Zeiten der Coronavirus-Pandemie, die verstärkt das Arbeiten von zu Hause aus zur Folge hat, birgt das enorme Risiken. Wer sich einen Überblick über geltende Regeln und Empfehlungen verschaffen möchte, ist mit dem Info-Flyer „Telearbeit und Mobiles Arbeiten“ vom Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) gut beraten. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat überdies eine Top-5-Liste für IT-Sicherheit erstellt und informiert vollumfänglich über sicheres Arbeiten von unterwegs und zu Hause. Selbstredend, dass auch der Bitkom diesem Themenkomplex einen eigenen Bereich gewidmet hat. Wer lieber zuhören statt lesen möchte, der könnte ein Fan der Podcast-Reihe „Cybersnacs“ der Allianz für Cyber-Sicherheit (ACS), der auch der Deutsche Industrie- und Handelskammertag angehört, werden. Hier geht es in einer Folge um den Trend zum Heimarbeitsplatz und seine Folgen für die IT-Infrastrukturen.

Tipp 4: Fristen für Finanzhilfen nicht verpassen!

Den wirtschaftlichen Folgen aufgrund der Coronavirus-Pandemie begegnet das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit einem weitreichenden Maßnahmenpaket für Unternehmen. Betriebe und Soloselbstständige, die Bedarf an finanziellen Hilfen haben und berechtigt sind, diese zu erhalten, können sich über eine abermalige Verlängerung der Hilfen freuen. Eine gute Übersicht über alle Aktualisierungen finden Unternehmen hier. So gilt etwa die Überbrückungshilfe III Plus nun bis zum 31. Dezember 2021. Antragsberechtigt sind Unternehmen mit einem coronabedingten Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent. Auch die Neustarthilfe Plus kann bis Jahresende beantragt werden. Besonders stark und längerfristig betroffene Unternehmen können den Eigenkapitalzuschuss noch bis Dezember 2021 erhalten.

Viele Branchen sind nach wie vor auf Kurzarbeit angewiesen. Die Zugangserleichterung zum Kurzarbeitergeld samt vollständiger Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge für Arbeitgebende wurden nicht nur bis zum 31. Dezember 2021 verlängert – überdies sind nun alle Betriebe antragsberechtigt, unabhängig davon, wann sie Kurzarbeit eingeführt haben.

Auch die VBG bietet Möglichkeiten zur Entlastung der Mitgliedsunternehmen in Form von Zahlungserleichterung für die Beiträge an, wie zum Beispiel Stundung und Ratenzahlung.

Arbeiten im Homeoffice

Informationen und praxisnahe Tipps für sicheres und gesundes Arbeiten im Homeoffice gibt’s unter: www.vbg.de/homeoffice
Um auch unterwegs sicher und gesund zu arbeiten, hat die VBG Tipps zusammengestellt, was bei der Anschaffung und bei der Nutzung mobiler Arbeitsgeräte beachtet werden sollte. Das Faltblatt „Mobil arbeiten mit Notebook & Co.“ ist ein Präventionsklassiker, der kürzlich komplett überarbeitet wurde.

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