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Wegbegleiterin: Yvonne Hagn hilft Menschen bei den Münchener Stadtwerken wieder in den Job.
Foto: VBG/Sebastian Widmann

Wegbegleiterin: Yvonne Hagn hilft Menschen bei den Münchener Stadtwerken wieder in den Job.

Studium Prävention und EmployabilityWieder die Schulbank drücken – um anderen zu helfen

Als Disability-Managerin unterstützt Yvonne Hagn Menschen, die nach langen Ausfallzeiten an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Was ihre Arbeit ausmacht und wie ihr ein weiterbildendes Studium dabei hilft.

„Die Rückkehr ist immer eine riesige Heraus­forderung“, sagt Yvonne Hagn, wenn sie ihren Beruf beschreibt. Sie arbei­tet bei den Stadt­­werken München als Disability-Managerin und kümmert sich darum, dass Mit­­arbei­ter­innen und Mit­arbeiter nach langer Krank­heit oder schweren Unfällen an ihren alten Arbeits­­platz zurück­­kehren können. Wenn nach einem Unfall die körper­liche Ver­fassung beein­träch­tigt ist, gilt es, physische und psy­chische Schwierig­­keiten zu meistern. „Es ist wichtig, dass wir bei der betrieblichen Ein­gliederung ein Auge für alle möglichen Barrieren bei der Rück­kehr haben und darauf reagieren können – von der Anpassung der Arbeits­­zeiten bis hin zum Umbau des Büros.“

Wozu noch einmal an die Hoch­schule?

Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg bietet mit dem berufs­begleitenden Studium „Prävention und Employability“ ein Weiter­­bildungs­programm für das betrieb­liche Gesund­heits­­management und das berufliche Ein­gliede­rungs­­management. Beides nützliche Inhalte für Yvonne Hagn, die das Studium 2018 erfolg­reich abschloss.

Von dem Studien­angebot fühlte sie sich direkt ange­sprochen. „Schon der Name klang für mich viel­­ver­sprechend“, so Hagn, „denn in meinem Arbeits­­all­tag ist die Prävention elementar.“ Da das Studium berufs­­beglei­tend abläuft und die Anwesen­­heit erfordert, ist eine Ab­sprache mit der oder dem Vorge­setzten wichtig. Hagn: „Mein Arbeit­­geber hat mich etwa für die Präsenz­­blöcke bei vollem Gehalt frei­gestellt.“ Denn nicht nur Yvonne Hagn profitiert von der Bildungs­­mög­lich­keit, sondern auch ihr Betrieb. „Bei den Stadt­werken München wird viel Wert auf Gesund­heit und Prävention gelegt. Da hat niemand an dem Sinn des Studiums gezweifelt“, erzählt Hagn.

Bis hinter die Kulissen der Semperoper

Das Studium ist in fünf Module mit ins­gesamt 450 Stunden unterteilt. „Die zehn Monate waren anstren­gend, aber durchaus zumut­bar“, erklärt Hagn rück­­blickend. „Zunächst war es ungewohnt, wieder an Seminaren teil­­zu­nehmen. Aber ich habe mich schnell an die Abläufe gewöhnt.“ Das Weiter­­bildungs­­programm besteht sowohl aus Präsenz­­zeiten in Blöcken als auch aus Lern­­ein­heiten im Fern- und Selbst­studium. „Insgesamt war es eine gute Mischung aus theo­retischem Input und spannenden Bei­spielen aus der Praxis“, berichtet Hagn. „Einmal waren wir in der Semperoper in Dresden und haben uns dort hinter den Kulissen angeschaut, wie die Arbeits­­sicher­­heit der Bühnen­­arbeiter in schwindel­­erregen­den Höhen aussieht.“

Am Ende des Studiums nehmen die Studie­renden dann nicht nur das Zertifikat mit in ihre Betriebe, sondern auch theoretische und praktische Erkenntnisse aus den Modulen. „Wir haben gerade den konkreten Fall eines Kollegen, der nach einem schweren Sport­­unfall quer­­schnitts­gelähmt ist. Da schießen mir sofort alle möglichen Fragen durch den Kopf: Wie muss das Büro aus­gestat­tet sein? Kann er mit dem ÖPNV zur Arbeit kommen?“, sagt Yvonne Hagn. „Das Studium hat meinen Horizont erweitert. Gerade im Bereich Barriere­­frei­heit konnte ich ein inten­siveres Verständ­nis entwickeln, das sich nun im Alltag bezahlt macht.“

Wer wird gefördert?

Die VBG fördert die Teilnahme am Studium, wenn …

  • Sie bei einem Mitglieds­­unternehmen der VBG beschäftigt sind.
  • Sie in dem Unternehmen mit den Aufgaben Prävention und Erste Hilfe betraut sind.
  • Sie in der Personal­abteilung, der für den Arbeits­schutz zuständigen Abteilung oder im betrieb­lichen Gesundheits- oder Ein­gliederungs­management tätig sind.
  • Sie im Handlungs­feld Prävention und betriebliche Beschäf­tigungs­sicherung inner­betrieblich beraten.
  • in Ihrem Unternehmen eine interne Präventions­beratung erfor­derlich ist.
  • Sie das weiter­bildende Studium „Prävention und Employability“ erfolgreich abschließen.

Weitere Infos finden Sie hier.

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