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Illustration Streit
Foto: VBG/Sebastian König

SicherungsdienstleistungenDer VBG-Securityreport

Zum ersten Mal hat die VBG eine umfassende Analyse für die Branche Sicherungsdienstleistungen veröffentlicht. Bilanz: Immer häufiger entstehen Unfälle durch Konfrontation.

„Sie kommen heute nicht rein.“ Der klassische Tür­steher-Satz kann beim falschen Adressaten einen Konflikt nach sich ziehen. Beschäftigte in der Sicherungs­dienst­leistungs­branche leben natur­gemäß gefährlich. Wie gefährlich genau, beobachtet und analysiert das entsprechende Sach­gebiet der VBG seit Jahren. Erstmals erschien nun der „VBG-Securityreport“, der die Ergebnisse nach Unfall­art und -häufigkeit in den verschiedenen Branchen­bereichen aufschlüsselt.

Eskalation!

Der Report zeigt: Konfrontation ist zur zweithäufigsten Unfall­ursache heran­gewachsen – nur Stolper-, Rutsch- und Sturz­unfälle passieren öfter. Während letztere durch physische Gegeben­heiten wie mangelnde Beleuchtung oder unbefestigte Wege entstehen, liegt den Konfrontations­unfällen ein Interessen­konflikt zugrunde. „Wird ein Schwarz­fahrer erwischt, möchte er dringend aus der Situation raus. Der Kontrolleur lässt genau das jedoch nicht zu“, schildert Ralf Servas vom Sachgebiet Sicherungs­dienst­leistungen eine typische Ausgangs­lage für einen Konfrontations­unfall. Wie in der Fahr­karten­kontrolle ist der Kontakt von Mensch zu Mensch in vielen Bereichen der Branche wesentlicher Bestand­teil der Arbeit und erfordert es, Dritten etwas zu unter­sagen oder sie zu einem bestimmten Verhalten zu bewegen. Gepaart mit der direkten Nähe begünstigen solche Situationen die Eskalation, die das Sicherungs­personal heraus­fordert.

Warum sich Konfrontations­unfälle mehren, ist unter anderem ein Effekt der Branchen­entwicklung: In den vergangenen zehn Jahren ist der Bedarf an Schutz von Gebäuden, Werten und Menschen deutlich gestiegen. Da die öffentliche Hand ihn nicht decken kann, haben sich viele neue Tätig­keits­felder für Sicher­heits­fach­leute ergeben. „Das beginnt bei der Abifeier, geht über Heime für Geflüchtete und endet bei Ämtern“, weiß Ralf Servas. Und wo mehr gesichert wird, passiert – leider – auch mehr. 

Aufklärung hilft

Hier kann und möchte der Securityreport helfen: „Unternehmen, die vor einem neuen Auftrag oder Aufgaben­bereich stehen, können sich darin informieren, was auf sie zukommt, und sich personell, technisch und organisatorisch vorbereiten“, erklärt Servas. Dazu gehört insbesondere die gezielte Schulung ihrer Beschäftigten für den jeweiligen Einsatz­bereich. Wer Deeskalations­strategien und Eigen­sicherungs­techniken gelernt hat, kann das Unfall­risiko durch deren Anwendung reduzieren. Die VBG bietet Seminare und Hilfe­stellungen an, die auf die Heraus­forderungen der Branche zugeschnitten sind. „Aber auch an Ausrüstung, wie beispiels­weise Stich­schutz­westen, sollte nicht gespart werden“, sagt Ralf Servas. Über das VBG-Prämien­verfahren werden solche Investitionen sogar gefördert.

 

Cover VBG-Securityreport

Download

Hier können Sie den VBG-Securityreport herunterladen.

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