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Dunkle Bühne mit Lichtinstallationen
Foto: unsplash

„Lock it!“Sicherheit am Haken

Wo Unfälle dramatische Ausmaße annehmen können, ist Prävention besonders wichtig. Um die Sicherheit am Rigg weiter zu steigern, geht die VBG-Kampagne „Lock it!“ in die nächste Runde.

Vor wenigen Jahren erschütterte ein tragischer Unfall die Veranstaltungs­technik-Branche: Ein Rigger stürzte aus dem Dach und fiel auf eine Person, die in der Folge ihren Verletzungen erlag. Ein Einzel­fall zwar, doch er hob eine Besonderheit der Branche hervor: Generell passieren wenig Unfälle – doch wenn, dann sind sie meist dramatisch. Der Grund­satz „Jeder Unfall ist einer zu viel“ hat hier also ein besonders hohes Gewicht. 

Mitten ins Gehirn

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Mehr zu „Lock it!“ lesen Sie hier: www.vbg.de/rigging

Die VBG setzt daher auf intensive Prävention und schickt nun die eigens entwickelte Rigging-Kampagne „Lock it!“ in die Neuauflage. 2010 wurde sie zusammen mit der Deutschen Theater­technischen Gesellschaft (DTHG) und dem Verband für Medien und Veranstaltungs­technik e.V. (VPLT) entwickelt. Ziel war es, die Wichtigkeit gewisser Sicher­heits­regeln für die Arbeit am Rigg ins Gedächtnis zu rufen – und dort zu verankern. Die Akzeptanz ist gut, was laut Johannes Heinz daran liegt, dass kein Zeige­finger erhoben wird. „Wir erinnern eher partner­schaftlich an die Absicherung und benutzen dafür eine deutliche Sprache, die in der Zielgruppe gut ankommt“, sagt der Leiter des Präventions­feldes „Bühnen und Studios“. Damit dies gelingt, bezieht die VBG stets professionelle Rigger in die Kampagnen­entwicklung mit ein, wie jetzt John van Look. Mit den direkten Inputs aus der Praxis wird unter anderem sicher­gestellt, dass sich die konkreten Präventions­tipps mit den Heraus­forderungen des Arbeits­alltags decken. 

Ein Job mit Haken

Gemeint sind damit die „Rigging High Five“ – fünf Hinweise, die für das Kampagnen-Comeback zusammen­gestellt wurden und zur Reflektion über das eigene Tun anregen. Allen voran steht der Tipp „Sorg­fältige Vorbereitung statt husch, husch“. Er greift gleich zwei wesentliche Unfall­risiken auf: „Rigger baden oft aus, was Organisatoren fehl­planen“, berichtet Johannes Heinz, „und dadurch entsteht zusätzlicher Zeit­druck, der auch generell einen der Haupt­gründe für Unfälle darstellt.“ Hier kann sich nur jeder immer wieder selbst ermahnen, trotz eines drängenden Zeit­plans, auf sich selbst und andere zu achten. Denn, so verkündet es auch der Slogan der Kampagne: Der Job des Riggers hat einen Haken. Man muss ihn nur schließen.

Rigging High Five

1 Think:
Sorgfältige Vorbereitung statt husch, husch

2 Check:
Rettung planen statt verdrängen

3 Reflect:
Wirklich können statt nur wollen

4 Watch:
Miteinander statt übereinander

5 Lock:
PSA statt oben ohne

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