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Homeoffice mit Gewinnspiel
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Zu Hause arbeitenHome, sweet Homeoffice – was Chefinnen und Chefs jetzt wissen müssen

Certo befasst sich in zahlreichen Beiträgen mit dem Homeoffice. Was Unternehmerinnen und Unternehmer alles beachten sollten, finden sie hier in der Übersicht.

Die Coronavirus-Pandemie stellt unsere Arbeitswelt auf den Kopf. Seit über einem Jahr versuchen Unternehmen aller Branchen, möglichst vielen Beschäftigten die Arbeit im Homeoffice zu ermöglichen. Ein komplexes Unterfangen, das mit vielen Aspekten verbunden ist.

Wie ist die Rechtslage?

Die aktuell gültige Corona-Arbeitsschutzverordnung gilt nun bis einschließlich 10. September 2021. Das heißt: Arbeitgeber müssen in ihren Betrieben dafür sorgen, dass sie ihren Beschäftigten mindestens medizinische Masken und mindestens zweimal pro Woche Schnell- oder Selbsttests anbieten können. Die betrieblichen Hygienepläne sollen sich weiterhin nach der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel und den branchenbezogenen Praxishilfen der Unfallversicherungsträger richten. Es gibt jedoch auch Erleichterungen: die Mindestfläche von 10 m² pro Person in mehrfach belegten Räumen sowie die strikte Vorgabe von Homeoffice laufen aus. Dennoch sollen betriebsbedingte Kontakte auf das absolute Minimum reduziert bleiben. Weitere Informationen gibt es in unserem FAQ und auf der Website des Bundesarbeitsministeriums. Auch wenn das Wort Homeoffice in aller Munde ist: Der richtige Ausdruck für die Art und Weise, wie viele Beschäftigte aktuell arbeiten, lautet „mobile Arbeit“. Der Gesetzgeber differenziert zwischen diesem – ortsunabhängigen – Arbeiten und der sogenannten „Telearbeit“ an einem festen Arbeitsplatz außerhalb des Betriebs. Für beide gelten grundsätzlich unterschiedliche gesetzliche Vorgaben. Warum die Zeit reif für ein Homeoffice-Gesetz ist, erklärt der zuständige Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium Björn Böhning im ausführlichen Certo-Interview.

Wie muss das Homeoffice ausgestattet sein?

In der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel wird das Homeoffice als eine Form des mobilen Arbeitens und nicht als sogenannter Tele­arbeits­platz definiert. Daher gelten nicht alle Vorgaben der Arbeits­stätten­verordnung, was die Pflichten der Arbeit­gebenden angeht. Grundsätzlich sollten Unternehmen mit ihren Beschäftigten über deren jeweilige Situation und ihre Bedürfnisse sprechen. Besonders das Thema Ergonomie ist dabei wichtig. Wissen Sie beispiels­weise, wie groß der Abstand zwischen Augen und Monitor sein sollte, damit Beschäftigte ermüdungs­frei arbeiten können? Er sollte zwischen 50 und 70 Zentimeter betragen. Weitere handfeste Tipps für eine gesunde Arbeits­umgebung im Homeoffice geben ein Überblick im Poster-Format oder unser Video. Viele Ideen, die im Büro für die nötige Bewegung sorgen, sind auch im Homeoffice umzusetzen. Die Arbeit im Homeoffice muss übrigens auch in der Gefährdungsbeurteilung berücksichtigt werden, zu deren Erstellung jedes Unternehmen verpflichtet ist.

Wie sieht es mit dem Versicherungsschutz aus?

Seit Mitte Juni 2021 sind Beschäftigte, die im Homeoffice einen Unfall erleiden, genauso wie im Unternehmen versichert. „Wenn zum Beispiel eine versicherte Person im Homeoffice Durst bekommt und sich Wasser zum Trinken aus der Küche holen muss, um weiterarbeiten zu können, besteht Versicherungsschutz, wenn sie auf dem Weg dahin stolpert und sich den Fuß bricht. Auch unmittelbare Wege zu und von dem Ort, wo Versicherte wegen ihrer beruflichen Tätigkeit ihre Kinder zur Betreuung fremder Obhut anvertrauen, also zum Beispiel zum Kindergarten oder zur Kita, sind nunmehr versichert“, erklärt VBG-Rechtsexpertin Christine Ramsauer. Mehr Infos gibt es im Kurzinterview

Mit Kind im Homeoffice?

Wer Beschäftigte mit Kindern oder selbst Kinder hat, kennt das Dilemma der aktuellen Doppel­belastung: Die nächste Telefon­konferenz steht bevor, dabei müssen doch noch die Schulaufgaben überprüft werden. Diesen Konflikt so zu bewältigen, dass Job und Homeschooling miteinander zu vereinbaren sind, ist sowohl für Beschäftigte als auch für deren Führungs­kräfte eine große Heraus­forderung „Generell empfiehlt es sich, im Homeoffice die Kinder­betreuung genauso ernsthaft und auch in Abgrenzung zur Arbeit zu organisieren, wie man es bei der Arbeit im Büro oder im Betrieb tun würde. Auch sollte mit dem Arbeitgeber oder der Arbeitgeberin klar abgesprochen werden, dass Arbeits­zeiten auch im Homeoffice eingehalten werden und auch hier Grenzen der Erreichbarkeit bestehen sowie dass selbst­verständlich jede geleistete Arbeitszeit auch erfasst wird“, empfiehlt Kerstin Jürgens, Professorin für Mikro­soziologie an der Universität Kassel. Sie gibt konkrete Tipps zur Organisation des Alltags mit Kindern, die Unternehmerinnen und Unternehmer auch ihren betroffenen Beschäftigten mit auf den Weg geben können.

Wie führen trotz räumlicher und zeitlicher Distanz?

Für Unternehmerinnen und Unternehmer ist es besonders wichtig, die psychische Gesundheit ihrer Beschäftigten auch auf Distanz zu stärken – und selbst gesund zu bleiben. Die Lösung liegt hier in guter Kommunikation und in verlässlichen Strukturen. Im Homeoffice arbeiten Beschäftigte nicht nur an einem anderen Ort, häufig verschieben sich auch ihre Arbeits­zeiten aufgrund anderer Verpflichtungen oder persönlicher Präferenzen. „Für Unternehmen gilt es, die Vorteile der Erreichbarkeit auszuschöpfen und gleichzeitig die belastenden Faktoren für die Betroffenen zu minimieren“, weiß VBG-Arbeits­psychologin Susanne Roscher. Sie gibt fünf konkrete Tipps für die Regelung von Erreichbarkeit im Homeoffice. Auf der anderen Seite findet die Zusammenarbeit in virtuellen Teams so statt, als ob es beim Zusammen­wirken zwischen mehreren Personen keine Distanz geben würde. Wie Führungskräfte diesen Widerspruch lösen können, verraten unsere FAQ.

Und künftig: Präsenzpflicht oder Homeoffice?

Dass die technischen Möglichkeiten der Digitalisierung auch nach dem Abflauen der Pandemie dafür sorgen, dass die tägliche Präsenzpflicht nicht mehr nötig ist, davon ist der Düsseldorfer Homeoffice-Forscher Prof. Dr. Stefan Süß überzeugt. Dennoch spricht er sich für eine ausgewogene Mischung von Büro- und mobiler Arbeit aus. Der Wissenschaftler warnt davor, den Faktor Identitäts­bildung zu unterschätzen. Teilweise wird diese Haltung bereits praktiziert. Obwohl bei der Agentur „Zum goldenen Hirschen“ die Präsenzpflicht komplett abgeschafft wurde, möchten die Beschäftigten gern ins Büro kommen. Beim Soft­ware­unternehmen SAP hat man ähnliche Erfahrungen gemacht und die Frage beantwortet, was Betriebe unternehmen können, um ihre Beschäftigten bei Laune zu halten, wenn plötzlich alles still­steht. Da ist eine breite Palette von Maßnahmen im Angebot: von der Neuorganisation von Meetings bis hin zu Programmen für den Teamgeist.

UmfrageWerden Sie Ihren Beschäftigten auch nach dem Abflauen der Pandemie mehr Arbeit im Homeoffice ermöglichen?

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Was Sie sonst noch wissen sollten

Neben all diesen Themen stellen sich Unternehmerinnen und Unternehmer viele weitere Fragen rund um das Homeoffice. Wie beispielsweise läuft es mit der Besteuerung? Woran ist beim Datenschutz zu denken? Und welche staatlichen Hilfen können Unternehmen in Anspruch nehmen? Tipps zu diesen und weiteren Aspekten der mobilen Arbeit finden Sie in unserer Linkliste.

Homeoffice-Kochbuch
Foto: Naumann & Göbel Verlagsgesellschaft mbH

Ein bisschen Spaß muss sein …

Ihr lustigstes Erlebnis im Homeoffice

Kochen während der Videokonferenz, Beziehungs­streit ums Daten­volumen, Kinder, die ans Telefon gehen, wenn die Chefin oder der Chef anruft? Die Arbeit im Homeoffice schafft man nur mit Humor. Haben Sie in diesem Zusammen­hang auch schon Lach­tränen vergossen? Dann lassen Sie uns doch gern mitlachen.

Schreiben Sie einfach bis zum 31. Juli 2021 eine E-Mail an certo@vbg.de und schicken Sie uns ein Bild oder eine kleine Geschichte aus Ihrem Erfahrungs­schatz. Oder twittern Sie unter dem Hashtag #HomeOfficeStory und erwähnen Sie @VBG_Hamburg. Wer es anschließend mit seiner Story oder seinem Bild auf das Certo-Portal schafft, darf sich freuen: Unter allen Einsendenden verlosen wir fünf Koch­bücher mit schnellen Rezepten speziell fürs Homeoffice.

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