Zur Startseite
Zur VBG Startseite
Logo Certo
Kirchen
Foto: iStock

AMS in KirchenGesunde Gemeinde

Arbeitsplatz Kirche: Thomas Jung ist Fachkraft für Arbeitssicherheit im Bistum Mainz. Dort ist er an der erstmaligen Erprobung des VBG-Produkts „Arbeitsschutz mit System (AMS) in Kirchen“ beteiligt. Das Pilotprojekt lief bis 2019. Gerade die Pandemie hat dazu beigetragen, den Arbeitsschutz bis in die Gedanken der Führungskräfte zu tragen. Dabei halfen gerade die durch ein AMS eingeführten und funktionsfähigen Strukturen im Arbeitsschutz den Entscheidungsträgern in der Kirche dabei, fachlich fundierte Entscheidungen schnell treffen zu können und die praktische Umsetzung fachkundig begleiten zu lassen.

Besondere Risiken

Die Kirche ist kein gewöhnlicher Arbeitgeber. Die Heraus­­forderungen für die Sicherheit und Gesundheit sind dort andere als in Unternehmen. Das Bistum Mainz umfasst rund 300 Pfarr­gemeinden in Rheinland-Pfalz und Hessen. Es beschäftigt rund 4.000 feste Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dazu kommen zahl­reiche Ehren­amtliche. Das Spektrum der Tätigkeiten ist vielfältig. Es reicht vom Gottes­dienst über den Bibel­kreis bis zur Küchen­arbeit und zum Grünschnitt. Entsprechend unterschiedlich sind die gesundheitlichen Gefährdungen. Als Fachkraft für Arbeits­­sicherheit berate und unterstütze ich die Entscheidungs­träger vor Ort bei allen notwendigen Präventions­maßnahmen.

Herr Jung

Systematischer Ansatz

Um den besonderen Bedingungen der dezentralen Bistums­struktur gerecht zu werden, scheint uns ein systematischer Ansatz besonders viel­versprechend. Ziel der Einführung von AMS ist es, in den Kirchen­gemeinden und anderen diözesanen Einrichtungen ein System­wissen zu allen Abläufen und Routinen der gesundheitlichen Prävention aufzubauen. Auf diese Weise gehen die Strukturen der Arbeits­sicherheit nicht verloren, wenn haupt- oder ehren­amtliche Ansprech­partner wechseln. Noch bis Frühjahr 2019 führen wir ein Pilot­projekt in fünf Pfarrgemeinden durch. Das Endergebnis wird ein kompaktes und auf die Allein­stellungs­merkmale der kirchlichen Strukturen zugeschnittenes Handbuch sein, das das Grund­wissen und die Grund­strukturen der Arbeits­schutz­organisation enthält. Das Handbuch lässt sich dann auf andere Pfarrgemeinden und diözesane Einrichtungen übertragen.

Selbs­tständig denken

Wenn ich als Fachkraft für Arbeitssicherheit in eine Pfarrgemeinde komme, ist es mir wichtig, den dortigen Akteuren die Botschaft zu vermitteln: „Ich bin nicht hier, um euch zu gängeln, sondern um euch zu unter­stützen.“ Ich möchte die Verantwortlichen in die Lage versetzen, Gefährdungen am Arbeits­platz mit gesundem Menschen­verstand erkennen zu können. Sie sollen nicht bloß Checklisten abhaken, sondern mit Augenmaß Präventions­maßnahmen umsetzen können. Dazu gehört es, die Gefährdungs­beurteilung regelmäßig zu aktualisieren. Durch den systematischen Ansatz kann Arbeits­schutz zu einer positiven Endlos­schleife werden. Er ist dann gelebter Alltag.

Broschüre Gesunde Gemeinde

Leitfaden für Unternehmen

Fachwissen zur systematischen Prävention vermittelt die VBG-Broschüre „AMS – Arbeitsschutz mit System. In 7 Schritten zum sicheren und gesunden Betrieb“.

Jetzt lesen: www.vbg.de/ams

Veröffentlicht am

Das könnte Sie auch interessieren

Certo durchsuchen...