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Foto: Getty Images

E-Scooter, Dienstrad & Co.Fünf Mythen zur Verkehrssicherheit der Mobilität von morgen

Unbequeme Fahrradhelme, sichere E-Scooter, Diensträder – was ist zu beachten, wenn Sie heute und in Zukunft sicher auf dem Arbeitsweg unterwegs sein wollen?

Wenn wir an die Mobilität der Zukunft denken, schießen uns zwangsläufig Bilder von Elektroautos, autonomen Fahrzeugen oder Hochgeschwindigkeitszügen in den Kopf. Doch bei all den Innovationen, die uns schon heute und in den kommenden Jahren begegnen, ist es der VBG ein zentrales Anliegen, dass die Verkehrssicherheit nicht auf der Strecke bleibt. Fünf Mythen über die Sicherheit auf dem Arbeitsweg.

1. Mythos: Fahrradhelme sind unbequem und unpraktisch

Das Fahrrad als flexibler und klimafreundlicher Verkehrsträger wird in Zukunft eine immer größere Rolle spielen. Doch knapp ein Jahrhundert nach der Erfindung des Fahrradhelms ist die Abneigung gegen ihn noch immer weit verbreitet. Über alle Altersgruppen hinweg trugen einer Erhebung der Bundesanstalt für Straßenwesen zufolge nur knapp 23 Prozent aller Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer auf deutschen Straßen im Jahr 2019 einen Helm. Der Hauptgrund: die eigene Eitelkeit. Fakt ist aber auch: Es gibt für so ziemlich jede Kopfgröße und -form den passenden Helm. Die Bandbreite reicht vom klassischen Hartschalenhelm über Helme in Mützenoptik bis zum Airbag-Helm, der auf den ersten Blick wie ein Nackenkissen aussieht und sich nur im Notfall über den Kopf entfaltet. Der Eitelkeit steht zudem der Sicherheitsaspekt entgegen. Zwar sind andere Körperteile häufiger von Verletzungen betroffen, aber eine Kopfverletzung kann schnell schwere oder gar tödliche Folgen haben, besonders dann, wenn kein Helm getragen wird. Ein Fahrradhelm rettet also Leben! Weitere Informationen zum Fahrradhelm und seinen Sicherheitsaspekten hat die VBG in der Publikation „Mit dem Rad sicher mobil“ gesammelt.

2. Mythos: Gesetzlicher Unfallversicherungsschutz gilt nur bei der Arbeit

Beschäftigte eines Unternehmens sind über die gesetzliche Unfallversicherung nicht nur bei der Arbeit selbst, sondern auch auf dem Arbeitsweg versichert. Dabei spielt es keine Rolle, mit welchem Verkehrsmittel der Hin- und Rückweg zur Arbeitsstätte zurückgelegt wird. Der Weg mit dem Fahrrad steht ebenso unter Versicherungsschutz wie die Fahrt mit dem E-Scooter oder mit der U-Bahn. Weitere Informationen zum Versicherungsschutz für den Arbeitsweg finden Sie auf dem VBG-Poster „Wegeunfälle“.

3. Mythos: Fahrtrainings der VBG gibt es nur für Motorrad und Pkw

Autos sind Verkehrsmittel Nummer eins in Deutschland. Zwar prognostizieren Trend- und Verkehrsforscherinnen und -forscher, dass die Zahl der Pkw in Deutschland abnehmen wird, doch gerade für die Anreise zur Arbeitsstätte werden Auto und Motorrad in vielen Fällen die erste Wahl bleiben. Viele Unternehmen, gerade in ländlichen oder in Industriegebieten, sind nicht gut an den ÖPNV angebunden. Umso wichtiger ist es, dass Unternehmen ihren Beschäftigten die Möglichkeit von Fahrtrainings anbieten. Neben Fahrtrainings für Pkw und Motorrad bietet die VBG aber zusätzlich Trainings für das Fahrrad an. Mehr Informationen finden Sie hier.

4. Mythos: Nur Pkw sind Dienstwagen und Poolfahrzeuge

Autos sind die am häufigsten gewählten Firmenfahrzeuge, doch auch andere Verkehrsmittel können von Unternehmen im Rahmen eines firmeneigenen Fuhrparks oder durch die Bezuschussung bei der Anschaffung zur Verfügung gestellt werden. Wie das genau funktioniert, zeigt unser Beitrag „Vorreiter auf zwei Rädern“. Darin stellen wir ein bei der VBG versichertes Unternehmen vor, das ihren Beschäftigten anbietet, Fahrräder und E-Bikes beruflich und privat zu nutzen.

5. Mythos: E-Scooter sind genauso gut wie Elektrofahrräder

Lange waren E-Scooter ein seltener Anblick in Deutschland, doch seit einigen Jahren sind sie ein fester Bestandteil des Stadtbildes. Ihre Vorteile liegen auf der Hand: In Städten, die einen oder mehrere Anbieter haben, sind sie praktisch an jeder Ecke verfügbar, schnell ausgeliehen und ohne Vorkenntnisse zu fahren. Doch Vorsicht! Im Gegensatz zum Fahrrad bieten E-Scooter gerade auf dem Weg zur Arbeit und zurück keinen Ausgleich für bewegungsarme Tätigkeiten. Ihre hohe Geschwindigkeit, das hohe Gewicht und das Fahrverhalten werden oft unterschätzt. Außerdem haben E-Scooter durch die kleineren Räder eine instabilere Fahrdynamik als Fahrräder. Gerade für Neulinge kann der Weg mit dem E-Scooter also gefährlich werden. Das zeigt ein Blick auf die Unfallstatistik 2020: Es gab viele Verletzte und sogar Tote. Bei den meisten Unfällen war der Kontrollverlust über das Fahrzeug die Unfallursache. Wer trotzdem gerne und viel mit dem E-Scooter unterwegs ist, sollte sich deshalb mit den Sicherheitstipps der DGUV vertraut machen. 

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