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Foto: Getty Images

BAuA-Bericht zu betrieblichem Infektionsschutz gegen das CoronavirusUnternehmen sind gut gerüstet

Wie mehr als 1.500 Betriebe die geltenden Maßnahmen zum Infektions- und Arbeitsschutz umsetzen, untersuchte eine Studie. Die Ergebnisse und Tipps im Überblick.

Durch die Coronavirus-Pandemie stehen Betriebe aktuell vor der Herausforderung, ihre Beschäftigten vor Covid-19-Infektionen zu schützen und gleichzeitig den Betrieb aufrechtzuerhalten. Einem gemeinsamen Bericht des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) zufolge sind deutsche Unternehmen, was diesbezügliche betriebliche Maßnahmen angeht, gut aufgestellt. Über 1.500 Betriebe wurden seit August für die Erhebung „Betrieblicher Arbeitsschutz in der Coronavirus-Krise" befragt, wie sie die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel nutzen, um die Maßnahmen zum Infektions- und Arbeitsschutz rechtssicher und professionell umzusetzen.

Welche Maßnahmen ergriffen werden, hängt unter anderem von den spezifischen betrieblichen Bedingungen, der Betriebs­größe und dem Wirtschafts­zweig ab. Insgesamt wurden 14 betriebliche Schutz­maßnahmen abgefragt, von denen die Betriebe durchschnittlich acht umsetzten. Mit zahlreichen branchen­spezifischen Handlungshilfen bietet die VBG konkrete Hilfe­stellung zur Umsetzung der SARS-CoV-2-Arbeits­schutz­regel. Diese Hilfen hat die VBG bereits an die erweiterten rechts­­verbindlichen Anforderungen aus der SARS-CoV-2-Arbeitsschutz­verordnung angepasst.

Die Ergebnisse im Ranking:

  • Maßnahmen zur Verbesserung der Handhygiene stehen mit 88 Prozent an erster Stelle.
  • 83 Prozent der befragten Betriebe trafen Vorkehrungen zur Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern. Rund jeder dritte Betrieb baute dabei Schutzscheiben ein, um Bereiche zu trennen.
  • Allgemeine Verhaltensregeln wie die Nies- und Hustenetikette oder das Fernbleiben vom Arbeitsplatz bei erkältungsähnlichen Symptomen wurden von über 80 Prozent der Unternehmen eingeführt.
  • 58 Prozent der Betriebe haben die Reinigungsintervalle für gemeinsam genutzte Räume und Arbeitsmittel verkürzt.
  • Etwa jeder dritte Betrieb hat seine Arbeits- und Pausenzeiten angepasst. Ein Viertel der befragten Betriebe gab an, infolge der Coronavirus-Krise Regelungen zur Telearbeit oder zum Homeoffice eingeführt oder erweitert zu haben.
  • 29 Prozent der Betriebe haben Maßnahmen für besonders schutzbedürftige Beschäftigte und 22 Prozent Maßnahmen, die eine individuelle Belastung, etwa durch erhöhte Arbeitsintensität, berücksichtigen, ergriffen.
  • Jedes fünfte Unternehmen überprüfte seine Klima- und Lüftungsanlagen, wobei diese Frage für 60 Prozent der Betriebe nicht relevant war.
  • Je nach Branche wird ein Fokus auf mit der jeweiligen Arbeitsumgebung besonders wirkungsvolle Maßnahmen gelegt. Beschäftigte im Bereich „Information und Kommunikation“ nutzen mit 72 Prozent überdurchschnittlich oft Telearbeit und Homeoffice. In Bereichen wie „Gesundheit und Sozialwesen“ oder „Gastgewerbe; Kunst, Unterhaltung und Erholung“ setzen über 90 Prozent der Betriebe Mund-Nasen-Bedeckungen ein.

Was die für die betriebliche Maßnahmenumsetzung herangezogenen Informationen angeht, stehen die Handlungshilfen der Unfallversicherungsträger wie der VBG gleich an Platz zwei nach den Informationen des Robert-Koch-Instituts. Dies ist eines der Resultate einer im Februar 2021 veröffentlichten weiteren BAuA-Befragung von 724 Arbeitsschutzexpertinnen und -experten zur Umsetzung von Arbeits- und Infektionsschutzmaßnahmen in deutschen Betrieben.

Die Handlungshilfen der gesetzlichen Unfallversicherungsträger stehen auf Platz zwei der meistgenutzten Infos.
Die Handlungshilfen der gesetzlichen Unfallversicherungsträger stehen auf Platz zwei der meistgenutzten Infos. Foto: BAuA

UmfrageWelche Coronavirus-Maßnahme ist für Ihren Betrieb am wichtigsten?

  • Maßnahmen zur Verbesserung der Hygiene
  • Anpassung der Arbeits- und Pausenzeiten
  • Einhaltung des AHAL-Grundsatzes (Abstand, Hygiene, Alltagsmaske, Lüften)
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VBG-Tipp: Richtig lüften

Die Themen Luftqualität und Übertragung durch Aerosole werden aktuell ganz besonders stark diskutiert. Den Erkenntnissen der VBG zufolge stellt regelmäßiges natürliches Lüften, eventuell gepaart mit einer technischen Lösung wie einer Erinnerungs-App, eine ausreichende und gute Möglichkeit dar, für gute Luft zu sorgen. Gleichzeitig erspart es den Unternehmen die Anschaffungs- und Folgekosten, die aktuell angebotene technische Lösungen mit sich bringen können.

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