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Mann am Schreibtisch
Foto: VBG/Alexandra Beier

Alles läuft nach PlanWie die VBG zu Zeiten der Pandemie arbeitet

Um die Herausforderungen der Coronavirus-Pandemie zu bewältigen, steht die VBG ihren Mitgliedsunternehmen mit Rat und Tat zur Seite. Wie in vielen Unternehmen arbeiten auch bei uns aktuell fast alle Beschäftigten im Homeoffice. Da das mobile Arbeiten in allen Bereichen der VBG bestens funktioniert, sind wir auch jetzt wie gewohnt für Sie da. Wie zum Beispiel Reha-Manager Stefan Wolfswinkler, der hier einen Einblick in sein Homeoffice gewährt.

Die Ausblicke könnten kaum unterschiedlicher sein. Während Stefan Wolfswinkler aus dem Fenster des VBG-Büros im Münchner Stadt­teil Westend auf belebte Straßen blickt, schaut er von seinem aktuellen Arbeits­platz im beschaulichen Unter­neu­kirchen aus auf grüne Felder, so weit das Auge reicht. Um die Aus­breitung des Corona­virus ein­zu­dämmen, arbeitet der 35-Jährige wie fast alle Beschäftigten der VBG momentan aus­schließlich von zu Hause aus. Als Reha-Manager ist er für die persönliche Betreuung von schwer verletzten Menschen nach Arbeits­unfällen zuständig. Er bespricht bei persönlichen Treffen Rehabilitations­pläne, begleitet bei Arzt­besuchen und führt Gespräche mit Arbeit­geberinnen und Arbeit­gebern, um sicher­zu­stellen, dass seine Klientinnen und Klienten optimal wieder ein­gegliedert werden können. Rund 50 Prozent seiner Tätigkeit verrichtet er dabei normaler­weise auf aus­wärtigen Terminen, die anderen 50 verbringt er am Schreib­tisch. Seit Mitte März arbeitet er durch­weg von zu Hause aus. Die persönlichen Treffen ersetzen Telefonate und Video­konferenzen. „Es klappt wirklich alles wie am Schnürchen“, freut sich Wolfs­winkler. „Sowohl die Kommunikation mit meinen Klientinnen und Klienten, Arbeit­gebern und Arbeit­geberinnen, Kranken­häusern und Reha-Einrichtungen verläuft optimal.“ Auch der Austausch unter Kolleginnen und Kollegen hat sich ins Internet verlagert. „Ganz kann die Technik den persönlichen Dialog vielleicht nicht ersetzen, ich bin allerdings positiv erstaunt, wie gut alles läuft“, berichtet der Reha-Manager. 

Um eine optimale Server­verfügbar­keit bei gleich­zeitig guter Erreich­barkeit zu gewähr­leisten, arbeitet die VBG aktuell in Schichten. Während der Früh­schicht sitzt Wolfswinkler wie seine Kolleginnen und Kollegen deutschland­weit früh­morgens am Schreib­tisch, zur Spät­schicht betritt er am frühen Nach­mittag sein Arbeits­zimmer. So teilt er sich mit seiner Frau auch die Betreuung der drei Söhne. Ein Vier­zehn­jähriger will unter­richtet, ein Vier­jähriger bespielt und ein Ein­jähriger gekuschelt werden. „Viel persönliche Freizeit gibt es da nicht, aller­dings genieße ich die gemeinsame Zeit mit meinen Kindern sehr“, verrät der gelernte Sozial­versicherungs­fach­angestellte, der seit 18 Jahren für die VBG tätig ist. Nach Abschluss des Zertifikations­studien­gangs Reha-Management arbeitet er seit 2013 in seiner heutigen Funktion.

Mann spielt mit Sohn Kartenspiel
Stefan Wolfswinkler genießt die gemeinsame Mittagspause mit seinem Sohn. Foto: VBG/Alexandra Beier

Die Coronavirus-Pandemie brachte auch in seinem Job jede Menge neuer Heraus­forderungen mit sich. Bei vielen Patientinnen und Patienten gab es Sorgen. Die Angst vor einer Ansteckung mit dem Corona­virus dominierte so gut wie alle Gespräche. „Unseren Klientinnen und Klienten, die aufgrund ihres Alters oder von Vorerkrankungen zur Risiko­gruppe gehören, wurde frei­gestellt, ob sie die stationäre oder ambulante Rehabilitation weiter­führen möchten. Man merkte eine gewisse Unsicherheit bei all unseren Klienten. Dies konnten wir gut auf­fangen, da wir gemeinsam mit den Ärztinnen und Ärzten Aufklärungs­arbeit geleistet haben. Es wurden kaum Reha-Aufenthalte ab- beziehungs­weise unter­brochen. Fast alle Aufenthalte konnten regulär abgeschlossen werden“, meint er. „Über­haupt gilt es, jeden Fall individuell zu betrachten. Eine Standard­lösung gibt es für Rehabilitanden nicht“, erklärt Wolfswinkler. Für die gute Betreuung in dieser Ausnahme­situation gab es viel Anerkennung von den Beteiligten. Und Vertrauen: „Bei neuen Kontakten ist vielleicht etwas mehr Über­zeugungs­arbeit nötig als bei bereits bestehenden, da der persönliche Erst­kontakt hier schon wichtig ist“, hat er fest­gestellt. 

Eine Standard­lösung gibt es für Rehabilitanden nicht.
Stefan Wolfswinkler, Reha-Manager

„Am Anfang wusste einfach keiner so genau, wie es jetzt weiter­laufen sollte“, erinnert sich Wolfswinkler. In der medizinischen Behandlung und in der Rehabilitation wurden zunächst viele Patientinnen und Patienten entlassen, weil Platz für Intensiv­betten gemacht werden musste. „Für diese haben wir aller­dings schnell ambulanten Ersatz gefunden. Nach vielleicht zehn etwas unsicheren Tagen hat sich zudem gezeigt, dass die meisten Therapien unter Berücksichtigung erweiterter Hygiene­vorschriften weiterhin gut durch­geführt werden können“, stellt er fest. Einige Therapeutinnen und Therapeuten hätten beispiels­weise recht schnell auf Video­telefonie umgestellt, und so konnte in vielen Fällen sehr schnell wieder zum Therapie­alltag zurück­gekehrt werden. „Für mich war es positiv, wie schnell die Berufs­förderungs­werke ihre Maßnahmen digitalisiert haben. Rehabilitandinnen und Rehabilitanden, die in ihre ursprünglichen Berufe nicht mehr zurück­kehren können, werden in der beruflichen Rehabilitation von Berufs­förderungs­werken und Berufs­förderungs­zentren persönlich betreut. Für mich war es positiv, wie schnell diese ihre Maßnahmen als E-Learning-Angebote fort­führen konnten. Unsere Klienten haben dadurch überhaupt keine Nachteile“, sagt er. 

Wolfswinkler ist sich sicher: „Wir werden diese Zeit gut über­brücken.“ Der regelmäßige Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen innerhalb der VBG lehrt ihn, dass er mit dieser Einstellung nicht allein dasteht. „Eigentlich sind sich alle einig, dass wir unseren Aufgaben auch aus dem Homeoffice sehr gut nachkommen können“, erklärt Wolfswinker. „Trotz Pandemie herrscht alles andere als Still­stand.“ 

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